Der Sommer 2020 befindet sich voll auf Touren, die Brandenburger Sommerferien gehen sogar schon in ihre zweite Hälfte. Für ein Fazit ist es zwar noch etwas zu früh, dennoch scheint schon jetzt festzustehen, dass der diesjährige Sommer nicht ganz so trocken ausfallen wird wie die Ausgaben der zwei Vorjahre, als es teils über Wochen keinen Regen für die Region gab.

Der Wasserverbrauch in Guben hat sich kaum verändert

Wer nun aber glaubt, dass in diesem Jahr in Guben und Umgebung deutlich weniger Wasser verbraucht wurde, der irrt. „Erstaunlicherweise haben wir im ersten Halbjahr 2020 einen ähnlichen Verbrauch registriert wie in den beiden Jahren zuvor“, sagt Ronny Philipp, der Vorsteher des Gubener Wasser- und Abwasserzweckverbandes (GWAZ).
Insgesamt seien in den ersten Monaten des Jahres nur zwei Prozent weniger Wasser verbraucht worden als 2018 oder 2019. Das lag aber weniger am Sommer, als am Frühling. Im April und Mai habe der GWAZ sogar einen Anstieg der Verbrauchsmengen registriert. „Diese Monate waren nämlich zu trocken“, erklärt Philipp.
Im Juni habe sich die Situation dann aber umgekehrt: Es habe spürbar mehr geregnet als in den beiden Vorjahren, es musste also beispielsweise in den Gärten weniger gegossen werden. Dementsprechend sei der Wasserverbrauch im Juni spürbar gesunken und habe unter dem der Vorjahre gelegen. „Letztlich hat sich das alles ausgeglichen“, so der GWAZ-Chef, der zudem betont, dass es in diesem Jahr bisher keine Besonderheiten gab: „Die Versorgung lief stabil, es gab keine Störungen.“

Bäume in Guben werden zusätzlich bewässert

Apropos stabile Versorgung: Die ist auch bei der Bewässerung der Grünanlagen im Stadtgebiet gegeben. Während sich ein Anbieter um die Pflege der Rabatten kümmert, ist ein weiteres Unternehmen im Sommer mit der zusätzlichen Bewässerung betraut. Dabei wird darauf geachtet, dass vor allem junge Bäume ausreichend Wasser erhalten.
Diese Zusatz-Bewässerung wird in diesem Jahr übrigens im gleichen Umfang durchgeführt, wie in den beiden Hitzejahren zuvor. „Es hat zwar in diesem Jahr etwas mehr geregnet. Dafür trocknet der oft vorhandene Wind die Oberflächen auch wieder schnell“, begründet Stadtsprecherin Laura Böhme. Zudem werde reichlich gewässert, um die Defizite der Vorjahre ein Stück weit zu kompensieren. Wer dem Stadtgrün ebenfalls etwas Gutes tun will, der könne übrigens gern mithelfen und den Baum in unmittelbarer Nachbarschaft gießen.
Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen übrigens eine Fortsetzung des Sommertrends 2020 voraus. Nach einem sonnigen und warmen Wochenende sollen sich die Temperaturen um die 25-Grad-Marke einpegeln. Große Hitze, also 30 Grad und mehr, ist vorerst jedenfalls nicht in Sicht.