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Guben
Chor bringt den Frühling ins Krankenhaus

Bereits zum 10. Mal sang der Gubener Stadtchor im Naemi-Wilke-Stift den Frühling herbei.
Bereits zum 10. Mal sang der Gubener Stadtchor im Naemi-Wilke-Stift den Frühling herbei. FOTO: Ute Richter
Guben. Begonnen hat die Tradition vor zehn Jahren auf der Treppe mit fünf Zuhörern.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Freitagnachmittag der weite Raum im Naemi-Wilke-Stift beim Frühlingskonzert des Gubener Stadtchores. 27 Sängerinnen und Sänger stimmten die zahlreichen Besucher auf die schönste Jahreszeit ein. So startete der Chor mit „Der Frühling“ und „Lasst unsere Lieder klingen“. Natürlich grüßte die Sangesgemeinschaft den Lenz, ließ „Alle Birken grünen“, die Chormitglieder blickten musikalisch „Hinaus in die Welt“.

Bereist zum zehnten Mal war der Stadtchor unter der Leitung von Halina Nodzak im Krankenhaus zu Gast. Angefangen hatte alles eher zufällig. „Auf der Treppe im Stift haben wir damals für die Patienten gesungen. Wir wollten den Kranken eine Freude bereiten“, erzählt die Konzert-Initiatorin, Monika Wachsmann. Daraus hat sich das Frühlingskonzert, welches stets der Beginn des Chorjahres des Stadtchores Guben ist, entwickelt. Dass beim allerersten Konzert gerade einmal zwei Patienten in Krankenbetten und drei weitere Gäste ihnen zuhörten, davon erzählen sie bis heute. In jedem Jahr werden die Besucher des Frühlingskonzertes im Stift mehr, so dass oft die Plätze gar nicht ausreichen. „Mit Musik wird alles leichter, und sie hilft bei der Genesung. Gerade im Frühling, wenn die Natur erwacht, kommen frohe und blumige Lieder bei den Menschen gut an“, so Chorleiter Udo Koob.

Traditionell lädt sich der Stadtchor zu seinen Konzerten junge Nachwuchstalente aus der Neißestadt ein. Franziska Aldag und Jonathan Hain spielten ganz professionell vierhändig am Klavier und begeisterten mit dem ungarischen Tanz Nr. 16 von Johannes Brahms ebenso wie mit der Sonate D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart oder der Romanze Opus 69 von Friedrich Kiel. „Wir freuen uns immer sehr, wenn die jungen Leute mit uns die Konzerte gestalten. Wir haben tolle Talente in der Stadt, das wollen wir den Konzertbesuchern zeigen“, so Udo Koob. Zum Abschluss singt der Stadtchor traditionell das Lied „Geh mit einem Lächeln durch die Welt“. Und genau mit diesem Lebensgefühl entlassen die Sängerinnen und Sänger stets ihr Publikum.