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| 18:36 Uhr

Machbarkeitsstudie
Modernes Zentrum für Ballsport

Neugestaltung_Sportplatz_4c
Neugestaltung_Sportplatz_4c FOTO: LR
Guben. Stadt Guben prüft Machbarkeit einer Neugestaltung der Sportanlage in der Kaltenborner Straße.

Die Stadt spielt mit dem Gedanken, die Sportanlage in der Kaltenborner Straße in Guben neu zu gestalten. Es soll ein modernes Fußballsportzentrum entstehen.  „Sport ist ein wichtiges soziales Element“, betont Sven Rogosky, Baufachbereichsleiter im Gubener Rathaus, bei der Vorstellung der Pläne auf der jüngsten Sitzung der grenzübergreifenden Kommission. „Mit der gesellschaftlichen Entwicklung haben sich auch die Ansprüche an Sportstätten verändert.“ Aus diesem  Grund hat sein eine Machbarkeitsstudie zur künftigen Realisierung über einen geeigneten Fördertopf in Auftrag gegeben.

Die Entwürfe für eine mögliche Neugestaltung der Sportanlage stammen  vom Planungsbüro Richter Sportstättenkonzepte GmbH. „Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports steigt“, weiß Landschaftsarchitekt Marko Schurig. Gleichzeitig kämpfen die Vereine aber mit dem demographischen Wandel und die Zahl der Vereinsmitglieder geht seit Jahren zurück. „Vereine haben in der Altersgruppe der 25- bis 40-jährigen in den vergangenen zehn Jahren rund 1,6 Millionen Mitglieder verloren“, ordnet  Marko Schurig die Entwicklung ein. „Das Ziel der Neugestaltung war es daher, mehrere Vereine auf einem Standort zu konzentrieren und damit Kosten zu sparen.“

In der Planung sind ein Großspielfeld aus Naturrasen, ein Großspielfeld aus Kunstrasen, zwei Kleinspielfelder aus Kunstrasen für die E- und F-Junioren vorgesehen.  Über eine neue Tribüne mit Stadionsprecherturm sollen die Spiele auf beiden Großspielplätzen verfolgt werden können. Damit auch in den Abendstunden trainiert und gespielt werden kann, soll eine moderne Beleuchtungsanlage installiert werden. „Die Kunstrasenplätze könnten für das Training ganzjährig genutzt werden und dadurch würde der Naturrasen geschont“, erklärt Marko Schurig die Vorteile. Weiterhin ist der Bau einer  Doppel-Soccer-Freilufthalle geplant und es soll zusätzliche Parkplätze über eine neue Zufahrt geben. Im östlichen Teil schlägt das Planungsbüro außerdem vor, aus den anfallende Erdmasse einen Bikepark für die Funsportart Dirt Jump zu errichten. Um den Bikepark ist umlaufend eine Finnbahn für die Crossläufer vorgesehen, die bisherige Laufbahn fällt dafür weg.

In der Doppel-Freiluft-Halle  könnten viele Nutzer unter einem Dach vereint werden. „Die Hallen kann ganzjährig als Sport- und Trainingsstätte genutzt werden und bietet optimale Bedingungen an der frischen Luft“, so Marko Schurig. Sie entlaste durch ihre Multifunktionalität die Hallenkapazität, an der keine Veränderungen geplant sind. „Meiner Erfahrung nach werden diese Halle super angenommen“, sagt der Architekt.

Um den Fußballern ein vielseitiges Training zu ermöglichen, sieht das Konzept außerdem eine Calisthenice-Anlage mit einem Fallschutzbelag vor. Dieser moderne Outdoor-Fitness-Parcours bietet verschiedene Stationen für das Eigengewichtstraining. „Hier könnten sich die Fußballer erwärmen und auch andere Muskelgruppen trainieren“, führt Marko Schurig aus. Neben dem Fitnessparcours sollen außerdem drei Bouleanlagen entstehen.

Für das gesamte Konzept kalkuliert das Planungsbüro mit 3,4 Millionen Euro. „Das ist natürlich eine riesige Summe und die Neugestaltung ist nur denkbar, wenn wir einen Fördertopf dafür finden“, sagt der amtierende Bürgermeister Fred Mahro. Das Konzept sei allerdings modular geplant und könnte auch schrittweise erfolgen. Ziel der Anlage sei, optimale Bedingungen für den Ballsport zu schaffen. Welche Vereine sich ansiedeln, sei noch offen.

In etwa die gleiche Summe soll laut einem ebenfalls auf der jüngsten Sitzung der grenzübergreifenden Kommission vorgestellten Planungsentwurf, in den Umbau des Gubiner Sportstadions an der Generla-Sikorski-Straße investiert werden. Dort soll ein neuer Naturrasenplatz umgeben von einer Leichtathletiklaufbahn nach internationalem Standard entstehen, so Planer Cezary Ilnicki. Zudem würde auf dem Territorium aber eine überdachte und 1100 Zuschauer fassende Tribüne entstehen.

(Zeidler)