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| 15:17 Uhr

74 Seiten Heimatkunde
Staakow hat jetzt eine eigene Broschüre

 Hufschmied Ulrich Purtz (links) legt einem Pferd neue „Schuhe“ an. Der Pferdemarkt hat Tradition in Staakow.
Hufschmied Ulrich Purtz (links) legt einem Pferd neue „Schuhe“ an. Der Pferdemarkt hat Tradition in Staakow. FOTO: Torsten Richter
Schenkendöbern/Welzow. Journalist Torsten Richter-Zippack nimmt den abgelegenen Flecken unter die Lupe. Von Daniel Schauff

Er habe seit jeher einen Faible für abgelegene Orte, sagt Torsten Richter-Zippack. Der Journalist hat seinen Faible für Staakow nun in Zeilen gefasst. Entstanden ist ein 74-seitiges Dorfporträt mit zahlreichen Fotos und Geschichten aus dem 50-Seelen-Ortchen in der Großgemeinde Schenkendöbern.

2010 hat Richter-Zippack Staakow kennen- und lieben gelernt, sagt er. Damals arbeitete Richter-Zippack an dem Buch „Faszination Lieberoser Heide“. Mit der Arbeit an der Broschüre startete der Autor erst 2018. Ein Gespräch mit dem Ortsvorsteher Alfred Hallex gab den ersten Anstoß, Zeitzeugenberichte von Rudolf und Torsten Siegel seien für ihn besonders wertvoll gewesen, so der Welzower. Beide würden das Dorf wie ihre Westentaschen kennen.

Richter-Zippack hat sich durch eine Dorfchronik Staakows aus den späten 90er-Jahren gekämpft, hat die Schulchronik der Staakowerin Ilse Nagora studiert. Die umfasse in etwa den Zeitraum von 1870 bis 1928.

FOTO: Steffen Rasche

Richter-Zippack erzählt in seinem Bändchen über den Schwansee, über die mögliche Entstehungsgeschichte des Dorfs, über das „Pferdedorf“ Staakow. Der Journalist und studierte Forstwirt beleuchtet aber auch die Geschichte des „Judenbergs“ und dem damit verbundenen „dunkelsten Kapitel der Staakower“.

„Kuriose Situation: ich bin bei der Suche nach der ehemaligen Badestelle der Staakower am Schwansee auf eine Einheimische gestoßen, die mir bestätigte, dass ich genau richtig sei; die Badestelle ist heute komplett zugewachsen, doch existieren im nahen Hügel noch Reste des alten Eiskellers, zudem lässt sich der Standort des einstigen Verkaufskiosks noch erahnen“, so Richter-Zippack über seine Erinnerungen an die Recherche.

Fast ebenso kurios für Nicht-Lausitzer: Es gibt in unmittelbarer Nähe zu Staakow noch ein zweites Staakow – bei Lübben, Richter-Zippack widmet auch dem Ort einen kurzen Abriss in seiner Broschüre.

Letztere ist für acht Euro beim Autor und bei der Gemeinde Schenkendöbern, Gemeindeallee 45, Schenkendöbern erhältlich.

FOTO: LR / Daniel Schauff