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Spree-Neiße
Spree-Neiße-Partnerschaft mit Kursk wirkt auch in Hütte

Mariam Dzavadova (links) und Daria Nekipelova (rechts) werden von Grit Wiesener als Mitarbeiterin der Personalabteilung im Krankenhaus begrüßt. Eisenhüttenstadt profitiert damit von den Spree-Neiße-Kontakten nach Kursk.
Mariam Dzavadova (links) und Daria Nekipelova (rechts) werden von Grit Wiesener als Mitarbeiterin der Personalabteilung im Krankenhaus begrüßt. Eisenhüttenstadt profitiert damit von den Spree-Neiße-Kontakten nach Kursk. FOTO: Kerstin jentsch / Städtisches Krankenhaus Eisenhüt
Spree-Neiße/Eisenhüttenstadt. Zwei junge Pflegerinnen starten an der Oder beruflich.

Die Kontakte der Euroregion Spree-Neiße in die russische Region Kursk machen sich auch in Eisenhüttenstadt bemerkbar. Die Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH hat diese Wochen zwei junge Frauen vorerst als Krankenpflegehelferinnen eingestellt. Daria Nekipelova und Mariam Dzavadova sind in ihrem Heimatland Russland ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, so Krankenhausgeschäftsführer Till Frohne. Um ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in Deutschland anerkannt zu bekommen, müssen die Frauen in den nächsten Monaten einen vorgeschrieben Prozess durchlaufen. Dazu gehören eine Deutschprüfung auf hohem Niveau sowie eine fachliche Kenntnisprüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege, erklärt Frohne.

Die Idee entstand durch den ehemaligen Spree-Neiße-Landrat Dieter Friese, der jetzt Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen ist, so Frohne. Diese Initiative sei Teil der Vereinbarung welche die Euroregion Spree-Neiße-Bober mit dem russischen Oblast Kursk im vergangenen Jahr geschlossen hat. „Bei dem derzeitigen und auch künftig zu erwartenden Fachkräftemangel freuen wir uns, dass sich diese Möglichkeit für uns eröffnet hat“, so Frohne. „Selbstverständlich ist für uns hierbei auch, dass wir uns um die Wohn­unterkunft gekümmert haben und beide Frauen bei allen Behördengängen begleiten.“ Das Krankenhaus als Arbeitgeber wolle nicht nur Mitarbeiter gewinnen, sondern sei auch am sozialen Wohlbefinden und der Integration jedes Einzelnen interessiert.