“Als am 21. Juni 1990 durch die damaligen Mitglieder der Betriebssportgemeinschaft “Chemie„ der Beschluss zur Gründung eines eingetragenen Vereins gefasst wurde und am 26. Juli der damalige 1. Vorsitzende, Dr. Frank Schneider, sein Stellvertreter Volker Täubner und der Schatzmeister Jürgen Brehm die amtliche Eintragung in das Vereinsregister beim Kreisgericht Guben vornahmen, hat niemand ahnen können, wie sich der Verein unter den neuen Bedingungen mit ausschließlich ehrenamtlichen Akteuren entwickeln wird,„ sagte Vereinsvorsitzender Uwe Koschack in seiner Festrede.

Mitgliederzahlen steigen

Mit fast 600 Mitgliedern, die in elf Sportarten regelmäßiges Training betreiben, ist Chemie Guben der größte Sportverein der Stadt. Ob alt oder jung, als Wettkampfsport, Reha- oder Volkssport - rund 300 der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, also etwa 50 Prozent. Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) ergänzte in diesem Zusammenhang, dass das drei Prozent der Einwohner Gubens sind. Trotz des Bevölkerungsrückgangs sind in den vergangenen Jahren die Mitgliederzahlen gestiegen.

“Die vielen guten und sehr guten Platzierungen der jugendlichen Leichtathleten im Landesmaßstab sind ein Ausdruck guter Nachwuchsarbeit. Damit verbunden die jährlichen Delegierungen von Kindern und Jugendlichen an Landessportschulen sowohl in der Leichtathletik aber auch im weiblichen Handballnachwuchs. Beide Abteilungen sind nach wie vor Landesleistungsstützpunkte, deren Erhalt eine Herausforderung für die Zukunft ist„, so Koschack. Auch die Schachsportler, die Schwimmer, die Reha-Sportgruppen oder die Herzsportgruppe mit ihren langen Traditionen seien aus der Vereinsgeschichte nicht wegzudenken.

Nicht in der Versenkung

Zu den Anfängen berichtet der 1. Vorsitzende des Vereins im Jahre 1990, Frank Schneider, dass es nicht so einfach gewesen sei, denn niemand habe nach der Wende gewusst, wie ein Verein nach westdeutschem Recht zu gründen sei. Gemeinsam mit Volker Täubner, der im damaligen Chemiefaserwerk hauptamtlich für den Sport zuständig war, setzten sie sich ein, dass der Verein nicht in der Versenkung verschwand.

Drei Wünsche hat Koschack für die Zukunft: “Dass es gelingt, für unsere alten Hasen, wie Leichtathletiktrainerin Hildegard Petter und Handballtrainer Peter Priebe, rechtzeitig junge und engagierte Nachfolger zu finden. Das das vielfältige Sportangebot des Vereins erhalten bleibt. Und nicht zuletzt, dass es uns gelingt, mehr Veranstaltungen im großen Vereinsrahmen zu organisieren.„