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Landesliga
Pietka beschert Guben einen Last-Minute-Punkt in Hohenleipisch

Wacker lässt Federn gegen Erkner, Kolkwitz punktet mit "Miniaufgebot", der VfB verliert bei Pohlands Trainer-Einstand und Burg verspielt erneut eine Führung. Roland Scheumeister / rsm1

Wacker Ströbitz - FV Erkner 0:0. S: Wickfeld (Annahütte); Z: 76; Wacker: Thoms - Röder, Paulick, Semke, Mi. Kowal - Gottwald, Voigt - Netzker, Weber - Matta Dos Santos, Kubis (65. Pinto Pais).

Obwohl sich das Fehlen der schnellen Außenstürmer Diakiv und Holz bemerkbar machte, lag das Chancenübergewicht auf Seiten der Ströbitzer. Gottwald, Netzker und Voigt hatten die besten Möglichkeiten. Indes kam Erkner besser ins Spiel, verfügte bei einigen Gelegenheit aber auch nicht über die erforderliche Durchschlagskraft. In der zweiten Hälfte spielte Erkner noch druckvoller. Aber entweder gingen die Schüsse vorbei oder Thoms war auf der Hut. Einen Schuss Gottwalds lenkte der Torwart zur Ecke. Nach fast 90 Minuten Geplänkel zwischen den Strafräumen wäre Wacker dennoch fast der Sieg gelungen, doch Netzker verfehlte nach Voigts Zuspiel knapp, so dass es bei der gerechten Nullnummer blieb.

Union Fürstenwalde II - Kolkwitzer SV 2:2 (1:1). T: 1:0 Below (5.), 1:1 Grützner (38./FE), 1:2 Kuba (52.), 2:2 Noack (70./FE); S: Czada (Potsdam); Z: 35; Kolkwitz: Choschzick - Streich, Bagola, B. Goertz, Szobonya - Kaiser, Lehnik - Helbig (46. M. Jähne), Gipp - Grützner, Kuba.

Mit ihrem ersten Angriff gingen die Unioner, von einem Missverständnis zwischen Torwart Choschzick und Goertz profitierend, in Führung. Die stark ersatzgeschwächte Kolkwitzer Truppe fand dennoch zu ihrem Rhythmus und kam zu guten Aktionen. Union verlegte sich auf Konter, während der KSV das Spiel diktierte. Nach Chancen von Grützner und Szobonya wurde Kuba im Strafraum gefoult. Grützner verwandelte den Elfer und bereitete mit einer Flanke auch das 2:1 für Kuba vor. Als nach einem Zweikampf beide Spieler zu Fall kamen, ertönte erneut der Elfmeterpfiff und Union glich aus. Coach Sven Goertz: "Mit unserem Miniaufgebot haben wir uns gut verkauft und verdient gepunktet."

VfB Hohenleipisch - 1. FC Guben 1:1 (0:0). T: 1:0 Otto (49.), 1:1 Pietka (90+2./FE); S: Jung (Berlin); Z: 118; Guben: Matwiejczyk - Schwärtzke, Woryta, Nitschke, Bieresniewicz - Sheriff, Rys, Tzscheppan (75. Schulze), Pietka - Piotrowski, Swoboda.

Hohenleipisch startete furios und brachte die zunächst gehemmt wirkenden Gubener arg ins Wackeln. Bei zwei Freistoßmöglichkeiten bewahrten den FC der Pfosten und Matwiejczyk vor einem Rückstand. Doch während der VfB nachließ, stabilisierte sich der FCG, erreichte Ausgeglichenheit und einen Freistoß Piotrowskis verlängerte Sheriff an die Latte. Per direkt verwandeltem, über die Mauer lancierten Freistoß ging der VfB in Führung. Der 1.FC Guben machte Druck und kam zu einigen Standards. Aber erst einen Strafstoß in der Nachspielzeit, als Woryta gefoult wurde, setzte Pietka sicher zum verdienten Ausgleich um.

VfB Cottbus - Frankonia Wernsdorf 0:1 (0:0). T: 0:1 Milz (78.); S: Hennig (Neuzelle); Z: 50; VfB: Noack - Rinza (87. Haupt), Lorenz, Troppa, Wadsack - Jähde, Freidgeim (73. Stahn), Afzal, Babbe - Schöngarth (64. Pastowski), Otto.

Beide Teams suchten ihr Heil mit langen Bällen in die gegnerische Hälfte. Mit dem Resultat, dass es in Halbzeit eins keine Chancen gab. Nach der Pause verhinderte der Gäste-Keeper zwei Riesenchancen von Babbe und Afzal. Otto überlupfte nach Solo den Torwart, doch der Ball ging knapp vorbei. Eine schnell ausgeführte Ecke überraschte die VfB-Abwehr im Sekundenschlaf und verhalf den Gästen per Kopfball zur Führung. Der VfB bemühte sich um den Ausgleich, wobei Wernsdorf noch zu zwei Konterchancen kam. Der neue VfB-Trainer Alexander Pohland resümierte: "Die Moral der Truppe, die alles versucht hat, den Punkt zu retten, ist intakt. Ansonsten war es ein Spiel nach dem Motto: Wer das erste Tor schießt, gewinnt."

SG Burg - BW Briesen/Mark 2:4 (1:1). T: 0:1 Wenzel (5.), 1:1 Lahr (30.), 2:1 Lehmann (57.), 2:2 Klein (62./Handelfmeter), 2:3 Lucke (68.), 2:4 Klein (85.); S: Stahn (Dresden); Z: 55; Burg: Pöscha -Wirth (46. Ben Houssine), Golnik, Schötzigk, Nguyen - Städter, Santos Freitas, Lehmann, Schulisch - Rinza, Lahr.

Gedanklich wohl noch nicht voll auf dem Platz, kassierten die Burger nach der ersten gegnerischen Ecke ein Kopfball-Tor. Nach einem abgewehrten Ball staubte Lahr zum Ausgleich ab. In der zweiten Hälfte drehte Lehmann das Resultat. Als der Ball dem am Boden liegenden Ben Houssine an die Hand tanzte, folgte prompt der Elfmeterpfiff und Briesen glich aus. Dies war der Knackpunkt im Spiel. Die Burger wollten den Sieg, kamen aber mit ihren spielerischen Mitteln nur zu Standards und liefen schließlich in zwei Konter der nur mit langen Bällen operierenden Märker. Schon gegen Guben und in Kolkwitz hatte Burg Führungen verspielt.