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| 17:27 Uhr

Fussball
Guben Nord in Erkner eiskalt erwischt

Gubens Spieler umkreisen Erkners Doppeltorschützen Karam Al Maliji. Die Lausitzer waren personell arg gebeutelt zum Spitzenspiel gereist. Offensiv fiel ihnen nur wenig ein. Mehr Fotos gibt es bei Fupa Brandenburg.
Gubens Spieler umkreisen Erkners Doppeltorschützen Karam Al Maliji. Die Lausitzer waren personell arg gebeutelt zum Spitzenspiel gereist. Offensiv fiel ihnen nur wenig ein. Mehr Fotos gibt es bei Fupa Brandenburg. FOTO: FuPa Brandenburg
Landesliga. Zwei frühe Tore entscheiden das Spitzenspiel der Landesliga zugunsten des Tabellenführers. Sven Bock

FV Erkner – BSV Guben Nord 2:0 (2:0). T: 1:0, 2:0 Al-Maliji (33.,35.); S: Stolzenburg (Neuruppin); Z: 57
BSV Guben Nord: Hübner – Hauf, Ullrich, Schwittlich, Richter,  Kunzke, Stoll (85.Münschke),  Waszkowiak (57.Götze),  Klopot, Ost, Hähnel (46.Noack).

Dem BSV Guben Nord ist es nicht gelungen, die Erfolgsserie des FV Erkner zu beenden. Stattdessen gewann der Tabellenführer der Landesliga Süd am Samstag auch das Topspiel gegen den direkten Verfolger aus der Lausitz und bleibt nach acht Partien weiter ungeschlagen.

Die Gubener waren mit personellen Sorgen zum Spitzenspiel nach Erkner gereist. Gleich elf Mann musste BSV-Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich ersetzen, darunter Stammkräfte wie Kapitän Alexander Herzog, Christian Schulze, Patryk Mrowca oder Chris Hnyk, die teilweise auch schon höherklassige Erfahrungen sammeln konnten. Trotzdem traten die Gäste von Beginn an präsent und robust gegen den Tabellenführer auf. Patryk Klopot hatte die ersten gefährlichen Tor­annährungen bei einem gefährlich direkt auf das Tor gezirkelten Freistoß in der 19. Minute und einem 18-Meter-Schlenzer in der 26. Minute.

Erkner brauchte eine gute halbe Stunde, um in die Partie zu finden. Dann schlugen die Hausherren aber gleich zwei Mal eiskalt zu. Paul Röwer sicherte sich in der 33. Minute mit vollem Körpereinsatz gegen BSV-Kapitän Enrico Schwittlich einen hohen Ball und zog auf die Grundlinie. Von dort legte der Angreifer zurück auf seinen Sturmpartner Karam Al Maliji, der direkt aus sieben Metern ins kurze Eck zur Führung vollendete.

Die Gäste waren anschließend noch immer mit dem aus ihrer Sicht unfairen Zweikampf vor dem ersten Gegentreffer beschäftigt. Diese kurze Phase der fehlenden Konzentration und Ordnung nutzte der FV sofort aus. Der mit dem langen Ball geschickte Robert Szcegula kontrollierte im Gubener Strafraum den Ball und legte quer auf Al Maliji. Der Stürmer drehte sich ein Mal um die eigene Achse und versenkte den Ball aus elf Metern im rechten oberen Torwinkel zum 2:0 für Erkner.

Das Ergebnis spielte dem Tabellenführer voll in die Karten. In der sehr zerfahrenen und oft unterbrochenen zweiten Halbzeit zog sich der FV zurück und setzte voll auf Konter. Dem BSV fiel gegen die gut gestaffelte Defensive offensiv nur wenig ein. In der Spitze fehlte den Gästen die nötige Durchschlagskraft, um dem Spitzenreiter nochmal gefährlich werden zu können.

Einziger Wermutstropfen auf Erkner-Seite waren die beiden Verletzungen. So von Maximilian Friedrich, der sich in der Mitte der zweiten Hälfte den Ellenbogen auskugelte und mit dem Rettungswagen abgeholt wurde. Kurz vor Schluss musste auch Szcegula mit einer Oberschenkelverletzung nach einem Sprint vom Platz. Bei den Gubenern war für Sven Hähnel und Arkadiusz Waszkowiak ebenfalls angeschlagen bereits vorzeitig Feierabend.

BSV-Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich haderte nach der Partie mit dem fehlenden Knipser im Angriff: „Wir können uns in der ersten Halbzeit noch nicht mal einen Vorwurf machen. Es bleibt das gleiche alte Lied wie seit acht Jahren in Guben: Es ist kein Torjäger da. Es ist niemand da, der bei diesen Halbchancen, die wir in der ersten halben Stunde, wo wir auch Übergewicht haben, mal das Ding über die Linie drückt“, sagte Ullrich und analysierte weiter: „Mit der ersten richtig brenzligen Situation macht Erkner das 1:0. Aber so ein klares Foul mit dem Ellenbogen von Herrn Röwer im Gesicht unseres Innenverteidigers nicht zu pfeifen, ist Wahnsinn. Da kann ich niemandem einen Vorwurf machen, denn mehr Foulspiel geht nicht. Danach muss ich uns aber einen Vorwurf machen, dass wir in der Situation nicht reif genug sind und sie annehmen, akzeptieren und klar weiterspielen. Da haben wir uns in Rage geredet, sind nicht im Bilde und bekommen gleich das zweite Gegentor. Dann wurde es natürlich hier schwer. Und bei uns ist das alte Lied: Mit Chancen herausspielen und Tore erzielen haben wir unsere Probleme.“