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| 18:54 Uhr

Fussball
Führung war Stich ins Wespennest

Kevin Hauf und Franz-Aaron Ullrich vom BSV Guben Nord wehren einen Ball des Wernsdorfer Spielers Stephan Gill ab.
Kevin Hauf und Franz-Aaron Ullrich vom BSV Guben Nord wehren einen Ball des Wernsdorfer Spielers Stephan Gill ab. FOTO: Ute Richter
Fußball-Landesliga. In der Fußball-Landesliga siegt der BSV Guben-Nord nach torloser erster Halbzeit gegen Frankonia Wernsdorf mit 2:1. Von Roland Scheumeister

BSV Guben Nord – Frankonia Wernsdorf 2:1 (0:0) T: 1:0 Klopot (60.), 1:1 Milz (76.), 2:1 Klopot (82.); S: Graßme (Lübbenau); Z: 120; BSV: Hübner – Hauf, Ullrich, Schmietendorf, Schwittlich, Kunzke (85.C.Schulze), Stoll,  Waszkowiak (76.Klemczynski), Klopot, Ost, Hähnel (88.Richter).

Die Breesener hatten zunächst Mühe, sich auf die Spielweise der Gäste einzustellen. Ihre Angriffe wurden schon vor der Strafraumgrenze abgelaufen, während Torwart Danny Hübner gleich zweimal geprüft wurde. Die Gastgeber versuchten es mit Distanzschüssen und Arek Waszkowiaks Schuss, nach Ecke Patryk Klopots, wurde auf der Linie geblockt (13.M.). Frankonia war stets präsent. Hübner rettete per Fussabwehr und Franz-Aaron Ullrich tackelte nach einem Fehler im Vorwärtsgang in letzter Sekunde den Ball weg. Wernsdorfs Griebsch vergab freistehend, während die Breesener zwar gewillt, aber viel zu planlos agierten.

Dies setzte sich auch nach dem Pausentee fort. Wernsdorf bevorzugte die Abwartehaltung, der BSV fabrizierte nur Stückwerk. Bei einem Lapsus in der Gästeabwehr reagierte Klopot am schnellsten und drückte das im Strafraum schwebende Streit­objekt über die Linie. Das Tor wirkte wie ein Stich ins Wespennest. Denn die Wernsdorfer  gaben sofort ihre passive Haltung auf und brachten, angeführt von ihrem gefürchteten Sturmduo Griebsch & Richter, die BSV-Abwehr gehörig ins Schwimmen. Hübner verhinderte mehrfach den Ausgleich, patzte dann aber, indem er einen Fernschuss von Milz unterschätzte und den Ball ins Eck einschlagen ließ. Damit war der Nerv des BSV getroffen. Die Königs Wusterhausener witterten ihre Chance, gaben Vollgas und sorgten insbesondere auch mit gefährlichen Standards für stetige Gefahr. Doch inmitten deren Druckphase hämmerte Klopot das Leder per Seitfallzieher von der Strafraumgrenze unhaltbar ins lange Eck.

In der von Hektik und Dramatik geprägten Schlussphase musste Ullrich noch eine brenzlige Situation entschärfen. Fussball-Abteilungsleiter Roland Kunzke zeigte sich nach dem nervenaufreibenden Match erleichtert: „Vor allem in kämpferischer Hinsicht hat sich die Truppe gegenüber dem desaströsen Auftritt vom Mittwoch (0:2 gg. Großziethen) deutlich gesteigert. Bei den Abschlüssen fehlt mitunter noch das berühmte Quäntchen Glück. Am Ende belohnte sich die Truppe mit dem, auf Grund ihres Engagements verdienten, Sieg über einen spielstarken Gegner“. Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich ergänzt: „Am Ende war der Sieg nicht unverdient, aber auch etwas glücklich, da wir nach dem Ausgleich arg ins Schwimmen gekommen sind. Erfreulich, dass die Mannschaft gegenüber ihrem letzten Auftritt deutlich mehr Biss gezeigt hat“.