| 20:51 Uhr

Fussball
Erst Tacheles – dann starker Auftritt

Philipp Meyer marschiert: Der 20-Jährige traf per schönem Drehschuss zum 2:1 für die Gubener.
Philipp Meyer marschiert: Der 20-Jährige traf per schönem Drehschuss zum 2:1 für die Gubener. FOTO: Ute Richter
Brandenburgliga. Der BSV Guben Nord fährt in der Brandenburgliga nach deutlichen Worten einen wichtigen 3:1-Heimsieg gegen Sachsenhausen ein. Von Roland Scheumeister

BSV Guben Nord – TuS Sachsenhausen 3:1 (1:1). T: 1:0 Kunzke (9.), 1:1 Döbbelin (12./FE), 2:1 Meyer (59.), 3:1 Waszkowiak (81.); S: Reisner (Fürstenwalde); Z: 65;

Guben Nord: Hübner – Herzog, Schwittlich, Ullrich, Karpinski – Kunzke, Ost, Schack, Mrowca (87.Pulm) – Stoll, Meyer (77.Waszkowiak).

 Um nicht in den Abstiegsstrudel der Brandenburgliga zu geraten, konnten sich die Breesener in diesem Heimspiel keinen Punkteverlust leisten. Dementsprechend deutlich war dann auch die Ansage der Trainer und des Kapitäns an die Truppe im Vorfeld der Partie gegen die spielstarken Sachsenhausener. Den vierten Heimsieg in Folge holen, war die eindeutige Marschroute im BSV-Lager.

Die Nordberliner begannen druckvoll, doch der BSV kämpfte sich einsatzstark in die Partie hinein. Einen von Alexander Ost getretenen Eckball nahm Florian Kunzke direkt und hämmerte ihn aus 22 Metern Entfernung zentral in die Maschen. Die Freude der Gubener währte jedoch nur kurz. Denn bei einem TuS-Angriff rutschte Alexander Herzog im Zweikampf mit Döbbelin aus, der dann von Ost an der Grundlinie attackiert wurde. Nicht ganz unstrittig befand der Unparteiische auf Elfmeter, den der Torjäger sicher verwandelte, indem er Danny Hübner in die falsche Ecke schickte.

Die BSV ließ in der Abwehr wenig zu, brachte aber auch im Spiel nach vorn wenig zustande. TuS blieb vor allem bei Standards gefährlich, und Glück hatten die Gastgeber, als ein Müller-Schuss nur an die Latte ging.

Zum Ende der ersten Hälfte wurde der BSV stärker, legte nach dem Seitenwechsel noch eine Schippe drauf und zeigte gute Kombinationen. Als Steven Stoll links durchmarschiert war, verpassen Erik Schack und Franz-Aaron Ullrich knapp dessen Eingabe. Nach Zuspiel Patryk Mrowcas behauptete Stoll den Ball, legte quer auf Philipp Meyer, der mit einem unhaltbaren Drehschuss ins Eck die erneute Gubener Führung markierte.

TuS drückte und war dem Ausgleich nahe, als Pilz den auf der Linie postierten Herzog anköpfte (79.). Die Entscheidung fiel im Gegenzug. Wiesner köpfte beim Versuch zu klären nach innen, wo Arek Waszkowiak blitzschnell den Ball eroberte und ihn am Torwart vorbei über die Linie beförderte.

BSV-Kapitän Florian Kunzke: „Wir haben in der Spielvorbereitung mit der Mannschaft Tacheles geredet, um einige zuletzt aufgetretene Mängel aus der Welt zu schaffen. Das Resultat war ein engagierter und disziplinierter Auftritt und ein Beleg dafür, dass wir, wenn Klarheit in den Köpfen herrscht, in dieser Liga jeden Gegner schlagen können.“