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| 19:20 Uhr

Fussball
Der 1. FC Guben zeigt Moral im Abstiegskampf

Landesliga Süd. Die Neißestädter gewinnen in der Landesliga mit 3:2 gegen Union Fürstenwalde II. Von Roland Scheumeister

1. FC Guben – Union Fürstenwalde II 3:2 (1:0). T: 1:0 Pietka (41.), 1:1 Below (49.), 2:1, 3:1 Rajchel (67., 70.), 3:2 Nikzad (90+3.); S: Hähnel (Frankfurt/O.); Z: 45
Guben: Matwiejczyk – Schwärtzke (21.Krüger), Nitschke, Rys, Bieresniewicz, Löffler, Sheriff, Rajchel, Piotrowski, VuTuan (46.Woryta), Pietka (70.Pulm).

Der FC startete verkrampft und nervös in die Partie. Union machte indes mit Schnelligkeit und robustem Einsatz Druck. Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Gubener ihren Spielfaden fanden. Piotrowski spielte den Ball Pietka in den Lauf, der flach einschob. Als die FC-Abwehr das Streitobjekt nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone brachte, traf Union aus dem Gewühl heraus zum Ausgleich.

Einen Freistoß von Bieresniewicz parierte der Gästekeeper sensationell, bevor der FC im letzten Spieldrittel das Zepter übernahm. Ein Missverständnis zwischen Verteidiger und Torwart nutzte der von Piotrowski frei gespielte Rajchel zur erneuten Führung. Union lockerte die Abwehr und Rajchel schloss eine von Sheriff per Kopf verlängerte Flanke mit dem wichtigen 3:1 ab – tolle Gubener Moral im Abstiegskampf.

Blau-Weiß Briesen/Mark – BSV Guben Nord 1:2 (0:1). T: 0:1 Noack (30.), 1:1 Schübler (69.), 1:2 Hnyk (88.); S: Kolm (Seelow); Z: 70
BSV Guben Nord: Liersch – Richter, Schmietendorf, Ullrich, Schwittlich, Herzog, Stoll, Waszkowiak (46.Hnyk), Klopot, Noack, Ost.

Auf die überaus harte Gangart der Briesener reagierte der Schiri eher zögerlich. Einen Ball Waszkowiaks brachte Ost nicht am Torwart vorbei, bevor der diesmal das BSV-Tor hütende Liersch mit toller Fußparade einen Rückstand verhinderte. Einen Eckball Klopots verlängerte Stoll in den Fünfmeter-Raum, wo Noack das Leder im Fallen unter die Latte bugsierte. Hnyk verpasste die Großchance und Briesen erhöhte den Druck. Ein aus dem Strafraumgewühl heraus erzieltes Tor von Ost wurde wegen vermeintlichem Trikotzupfen annulliert. Durch halbherziges Abwehrverhalten begünstigt, glich Briesen per unhaltbarem Zwölfmeter-Schuss aus. In der von vielen Nickligkeiten begleiteten Schlussphase schob Stoll den Ball Hnyk in den Lauf, der diesen routiniert am herauslaufenden Keeper vorbei einschob.

SG Großziethen – Wacker Ströbitz 4:0 (2:0). T: 1:0 Soboll (25.), 2:0 Vogler (32.), 3:0 Lange (64.), 4:0 P.Lehmann (77./ET); S: Ehmke (Rathenow); GRK: Netzger (Ströbitz/74.); Z: 30
Wacker: Thoms – P.Lehmann, Valentin, Mi.Kowal, Netzger, Voigt, Holz (72.Weber), Ma.Kowal (67.Jäkel), Schütz, Heither, Afzal.

Wacker fand zunächst gut ins Spiel, vergab aber einige Chancen. Die Gastgeber profitierten dann von der schlechten Zuordnung der Ströbitzer Abwehr, indem sie Thoms mit einem verdeckten Schuss keine Chance ließen. Großziethen bestrafte, ein aggressives Pressing spielend, quasi jeden Fehler. So auch, als Wacker bei einer Ecke dem zweiten Gegentor Pate stand.

Die zweite Hälfte dominierten die Randberliner. Thoms verhinderte mit zwei Glanzparaden die Vorentscheidung, während Holz die Möglichkeit zum Anschluss verpasste. Schnörkellos hebelte die SGG den Gästeriegel mit gekonntem Kurzpassspiel zum 3:0 aus, bevor ein Missverständnis den Endstand besiegelte.