| 19:27 Uhr

Handball
Chemie-Frauen als Team zum Sieg

Die bestens gelaunten Gubenerinnen nach dem Sieg.
Die bestens gelaunten Gubenerinnen nach dem Sieg. FOTO: Chemie Guben
Guben. Gubens Handballerinnen feiern bei Rot-Weiß Friedland einen Auswärtserfolg. Von Helga Aigringer

Dank einer tollen Teamleistung haben die Handball-Frauen des SV Chemie Guben beim Auswärtsspiel gegen Rot-Weiß Friedland in Beeskow einen 19:17 (11:7)-Sieg eingefahren.

Bis zum 5:5 ging es recht eng zu. Doch dann setzten die Chemie-Frauen die im Training eingeübte neue Deckungsarbeit gut um. Sie waren aktiver und agiler und konnten sich somit Bälle erspielen. Beim 5:8 war das Team mit drei Toren in Front. Im Tor vereitelte Maria Fuchs einige Möglichkeiten der Gastgeber. Zur Halbzeit gingen die Gubenerinnen mit einem Vorsprung von vier Toren beim 7:11.

In der zweiten Hälfte gab es jedoch kein Ausruhen, denn Friedland wollte mehr und gab sich noch nicht geschlagen. Nach zwei Gegentoren und zweimal kurz hintereinander  Unterzahl für Guben leuchtete plötzlich das 11:11-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Das Spiel wurde körperlich härter, mit der Folge, dass sich eine Gubenerin eine unschöne Verletzung am Kinn zuzog. Doch Chemie erspielte sich Vorteile und die 11:13- Führung.

Erneut holte der Gastgeber auf, ging selbst beim 14:13 in Front, das aktivierte obendrein das einheimische Publikum. Als eine gegnerische Spielerin die rot-blaue Karte sah (Disqualifikation inklusive Sperre) und Guben den fälligen Siebenmeter verwandelte, stand es 14:14. Aber auch Guben sah nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte.

Die Disziplin der Chemie-Spielerinnen zahlte sich jedoch aus. Variabel einsetzbar, löste man die Situation mit kämpferischen und spielerischen Mitteln. Es folgten drei Tore ohne Gegentor zum 14:17 in der 52. Minute. Jetzt nahm die gegnerische Bank eine Auszeit, um das Spiel zu drehen. Doch Guben hielt den Vorsprung, der gegnerische Siebenmetertreffer in den Schlusssekunden war lediglich Ergebniskorrektur zum 17:19-Endstand.

Im Angriff hatten die Chemie-Frauen durchaus mehr Chancen, die die Werferinnen nicht konsequent genug ausnutzten, angefangen bei den Siebenmetern: Fünf nicht untergebrachte von acht möglichen ist verbesserungswürdig. Da jedoch nicht alle Spielerinnen auf Chemie-Seite an Deck waren, war es ein wichtiger Auswärtssieg und vor allem einer, der auf einer guten Teamarbeit basierte. So herrschte auch bei der Heimfahrt eine sehr gute Stimmung.

Am Samstag folgt nun um 16 Uhr im Sportzentrum Kaltenborner Straße wieder ein Chemie-Heimspiel.

Chemie Guben: Eichler, Isabell; Prüfer, Lea-Angelina (5); Balzer, Lea Wiebke; Kramer, Sandy (2/1); Schubert, Sarah (2); Kerle, Ulrike (1); Rehfeld, Jasmin; Jahn, Franziska (5/2), Key, Carmen (4)
Tor: Fuchs, Maria, Tavakoli, Zahra