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| 17:48 Uhr

Fussball
Breesener geraten in Abstiegsstrudel

Enrico Schwittlich (r.) im Duell. Er kassierte die 5. Gelbe.
Enrico Schwittlich (r.) im Duell. Er kassierte die 5. Gelbe. FOTO: Ute Richter
Brandenburgliga. Nach dem 0:3 gegen Bernau hadert Gubens Trainer Ullrich mit „Totalausfällen“. Von Roland Scheumeister

BSV Guben Nord – FSV Bernau 0:3 (0:2). T: 0:1 Schwager (17.), 0:2 Ejder (26.), 0:3 Dellerue (84.); S: Stein (Potsdam); Z: 80
Guben Nord: Hübner – Herzog, C.Schulze (46.Schmietendorf), Hauf, Schwittlich (70.Kaluza), Kunzke, Schack, Richter, Stoll, Ullrich, Waszkowiak.

Der BSV wurde mit dem Anpfiff unter Dauerdruck gesetzt. Hauf köpfte einen Ball vor der Linie zur Ecke (1. Minute). Vor allem über die rechte Seite machte der FSV durch den schnellen Sylla Ballett. Der ansonsten als Abwehrorganisator funktionierende Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich hatte sich mangels Alternativen (Mrowca und Ost wurden schmerzlich vermisst) selbst in den Angriff beordert. Ob dies die richtige taktische Variante war, durfte nicht nur beim 0:1 hinterfragt werden. Denn die Abwehr stand Spalier, als Knipser Schwager einen abgeprallten Ball via Innenpfosten über die Linie beförderte.

Weitere brenzlige Szenen folgten, die jedoch unter anderem von Hübner und dem hinten aushelfenden Ullrich bereinigt wurden. Nach einem Fehlpass marschierte Ejder unbehelligt durch die BSV-Reihen und schoss ins lange Eck. Hübner hielt die Gubener im Spiel, indem er bei einem an Schulze verwirkten Foulelfmeter in die richtige Ecke hechtete (28.) und per Kopf außerhalb des Strafraums einsprang, als Sylla durch war. Aus dem Nichts bot sich Schack im Zusammenspiel mit Waszkowiak die Chance zum Verkürzen, doch der Ball ging vorbei.

Nach dem Seitenwechsel blieb Bernau am Drücker. Der Pfosten verhinderte die Entscheidung (49.), als Sylla frei durch war. Der BSV wirkte zu pomadig und hilflos, verhedderte sich in harmlosen Einzelaktionen. Hübner verhinderte einiges, war dann aber machtlos, als Dellerue nach einem weiteren Fehlpass einschob.

BSV-Coach Ullrich befand: „Bei unserer schwachen Besetzung hatten wir einige Totalausfälle zu viel. Die Körpersprache wie auch das kämpferische Aufbegehren fehlte. Die fünften Gelben an Schwittlich und Waszkowiak bringen unsere Personalsituation auf einen Tiefpunkt. Wir hoffen, uns für die entscheidenden Spiele noch einmal zusammenzuraufen und darauf, dass uns noch zwei bis drei Rückkehrer helfen, den Klassenerhalt zu stemmen.“