Den nötigen Erfolg hat es sich ohnehin verdient. Denn hier versuchen Menschen aus der Heimat, eine neue Marke zu etablieren, die zugleich den Blick in die jüngere Geschichte der Region schärfen will.

Dafür eignet sich der Dokumentarfilm wie kein zweites Medium. Als bewegtes und im besten Fall bewegendes Abbild einer Epoche vermittelt er späteren Generationen einen Eindruck davon, wie die Menschen in der Zeit des Umbruchs lebten. Auch deshalb wäre die Gründung eines Filmarchivs in Spremberg sinnvoll. Es könnte sogar als ein weiteres Museum dienen, das die Besucher regelrecht in die Vergangenheit der Bergbauregion eintauchen lässt.

Das Genre des Dokumentarfilms erfährt sowieso einen Aufschwung. Es ist wohl ambitionierten Werken wie "Die Kinder von Golzow" zu verdanken, aber auch den Regisseuren, die in Welzow und Haidemühl drehten, dass beim Publikum die Erkenntnis reifte: Dokumentarfilme erzählen von uns selbst.

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