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| 18:37 Uhr

Sport
Mit langen Schritten ins Jahr 2018

Insgesamt 151 Starter ließen das Jahr 2017 sportlich ausklingen beim Gubener Silvesterlauf. An den Start gingen auch viele Familien. Seinen Wanderpokal verteidigte der SV Chemie Guben.
Insgesamt 151 Starter ließen das Jahr 2017 sportlich ausklingen beim Gubener Silvesterlauf. An den Start gingen auch viele Familien. Seinen Wanderpokal verteidigte der SV Chemie Guben. FOTO: Ute Richter
Guben . Beim Silvesterlauf trafen sich 151 Männer, Frauen und Kinder, um  Distanzen von zwei oder vier Kilometern zu bewältigen.

Vor allem viele Familien mit Kindern, aber auch Vereine und Einzelstarter liefen sich nach dem Anmelden in der Turnhalle in der Kaltenborner Straße bereits eine halbe Stunde vor dem Startschuss warm. Nötig war das in diesem Jahr allerdings kaum, schließlich lag die Außentemperatur bei geradezu frühlingshaften  zehn Grad Celsius. Selbst der kurz zuvor einsetzende Nieselregen hatte Punkt zehn Uhr wieder aufgehört.

Und so kamen schon kurze Zeit nach dem Startschuss die ersten Läufer der zwei Kilometer langen Distanz wieder vor der Turnhalle an. Bei den Männern  lief Frank Splitt vor Tino Kleinschmidt und Sven Hundsdörfer als Erster durchs Ziel. Bei den Frauen kamen Fabienne Jaeck, Bianca Jaeck und Julia Müller nacheinander über die Ziellinie. Schnellste Läufer über die Vier-Kilometer-Strecke waren Jana Döbler vor Vanessa Woithe und Bianca Splittgerber sowie Pael Daniel Makles vor Michael Bräsel und Jil Schwärtzke.

Die jüngste Teilnehmerin war Grete Splittgerber mit nur acht Monaten. Sie wurde von ihren Eltern im Kinderwagen mit auf die Strecke genommen und lief sozusagen außer Konkurrenz. Dass Sport keine Frage des Alters ist, bewies Willibald Kramer mit seinen 77 Jahren. Er hat übrigens bereits  an allen 23 Silvesterläufen teilgenommen.

Den Titel sportlichste Familie holte sich in diesem Jahr erneut die Gubener Familie Quappe. Und auch der Verein mit den meisten Teilnehmern hat zum Ende 2017 seinen Titel aus dem vorhergehenden Jahr verteidigt: der SV Chemie Guben. Damit bleibt auch in diesem Jahr der Wanderpokal im Besitz des Sportvereins.

Für den Chemie-Vereinsvorsitzenden Uwe Koschack, der selbst seit vielen Jahren mit an den Start geht, waren dieser Lauf und das zu Ende gegangene Jahr 2017 ein sehr erfolgreiches. Mit 470 Mitgliedern ist der SV Chemie Guben der größte Sportverein in Guben. Vor allem bei den Leichtathleten gab es wieder zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen bei verschiedensten Wettkämpfen in der Halle und im Freien.

Sechs Gruppen trainieren im Kinder- und Jugendbereich, eine im Seniorenbereich. Es trifft sich wöchentlich eine Frauensportgruppe. Die Laufgruppe von Chemie Guben macht auch weit über die Stadtgrenzen hinaus von sich reden.

Stolz ist Uwe Koschack aber auch auf die Handballerinnen, die den vierten Platz in der Verbandsliga Frauen-Süd in der abgelaufenen Saison belegten. Aktuell gehören die Chemikerinnen zum oberen Tabellenfeld. Sowohl die Mannschaft als auch Spielerin Sandy Kramer konnten sich 2017 über eine Auszeichnung bei der Sportlerwahl des Jahres in Guben freuen.  Als beste Nachwuchsmannschaft wurde die weibliche Jugend D  sowie als beste Nachwuchsathletin Amelie Arndt geehrt.

Momentan starten die Frauen in der Verbandsliga Süd und die Teams der weiblichen Jugend D und B im Spielbezirk E (Elbe/Elster, Cottbus, Spree-Neiße). Die Handball-Männer von Chemie konnten sich nach ihrem Aufstieg in die Landesliga Süd im hervorragenden Mittelfeld platzieren.  Die A-Jugend holte sich den Titel in ihrer Spielklasse. Großen Zulauf im Verein gibt es bei der Eltern-Kind-Sportgruppe, wo Kinder von drei bis acht Jahren gemeinsam mit Vater oder Mutter Sport treiben.

Auch die Abteilung Schwimmen ist sehr aktiv und organisiert in jedem Jahr das 24-Stunden-Schwimmen in der Stadt mit. Und sowohl die Leichtathleten als auch die Handballerinnen sind Landesleistungsstützpunkt und entsenden regelmäßig Mädchen und Jungen an die Sportschulen des Landes.

Als Höhepunkt 2017 nennt Uwe Koschack die Übergabe eines Kleinbusses von der Sparkasse für den Transport der Mannschaften. So konnte ein 20-jähriges Gefährt ausrangiert werden. Bei all den Erfolgen seiner Sportler das ganze Jahr über vergisst der Vereinsvorsitzende nicht die Leistungen, die die Organisatoren und fleißigen Helfer bei den Läufen für die breite Öffentlichkeit erbringen. Er bedankt sich für den reibungslosen Ablauf des Silvesterlaufes, und auch der amtierende Bürgermeister Fred Mahro fand anerkennende Worte.