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| 15:12 Uhr

Neuer Bebauungsplan
Sembten hadert mit Schwerverkehr

 Die Biogasanlage in Sembten soll effektiver werden. Dafür ist ein neuer Bebauungsplan notwendig.
Die Biogasanlage in Sembten soll effektiver werden. Dafür ist ein neuer Bebauungsplan notwendig. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Schenkendöbern. Biogasanlage: Ein neuer Bebauungsplan wird aufgestellt. Von Daniel Schauff

Die Gemeindevertreter in Schenkendöbern haben die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans für die Biogas-Anlage in Sembten einstimmig beschlossen. Damit kann die verantwortliche E.on edis GmbH notwendige Veränderungen an der Anlage aufgrund neuer Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der Düngeverordnung in Angriff nehmen. Zu den geplanten Erweiterungen gehören ein Fahrsilo, Blockheizkraftwerke einschließlich Gasaufbereitung und Trafostation, Wärmespeicher und Gärrestlager.

Parallel zur Aufstellung des neuen Bebauungsplans ist der bisher gültige Bebauungsplan „Biogas- und Fischzuchtanlage Sembten“ aufgehoben worden. Der war vom ursprünglichen Vorhabenträger, der Gut Sembten Entwicklungsgesellschaft, nicht umgesetzt. Baugrenzen seien überschritten worden, zwei genehmigte Gärrestelager befänden sich außerhalb des Bebauungsplans, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage für die Gemeindevertreter. Eine Fischzuchtanlage wurde darüber hinaus nicht errichtet.

Letztere ist auch nicht mehr geplant, wohl aber plant der neue Vorhabenträger eine Entlastung für die Sembtener vom Schwerlastverkehr. Den vorgesehenen Abzweig von der Landesstraße nutzen nach wie vor wenige Lkw-Fahrer, wozu es den Sembtenern zufolge zu einer beträchtlichen Belästigung durch den Verkehr im Ort kommt.

Derzeit sei man unter anderem im Gespräch mit einem privaten Hausbesitzer, an dessen Gebäude ein Hinweisschild den richtigen Weg weisen solle, so E.on edis-Geschäftsführer Wilfried Pester am Dienstagabend. Er sei zuversichtlich, den Schwerverkehr in Sembten in den Griff zu bekommen.