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| 02:36 Uhr

Selbst dann, wenn keiner kommt

Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro will an den Bürgerrunden festhalten. Runde zwei ist am 9. August um 18 Uhr.
Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro will an den Bürgerrunden festhalten. Runde zwei ist am 9. August um 18 Uhr. FOTO: sha
Guben. Es waren in der Tat nicht allzu viele Diskussionsfreudige, die sich zur ersten offenen Bürgerrunde mit dem amtierenden Bürgermeister Gubens, Fred Mahro, in den Rathauskomplex aufgemacht hatten. Das wird zum Teil auch an einem in der RUNDSCHAU falsch vermeldeten Termin gelegen haben, zum Teil auch an dem unwetterartigen Regen, der Ende Juni auf Guben herniederprasselte. Daniel Schauff

Wie auch immer - an den themenoffenen Fragerunden will Mahro festhalten, selbst dann, wenn er irgendwann mit nur einem Gast diskutieren müsse. Das machte der amtierende Bürgermeister in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung deutlich.

Zuvor hatte Olaf Franz von der Bürgerinitiative "Gläsernes Rathaus" auf das mangelnde Interesse der Gubener Bürger hingewiesen und die erste Fragestunde als Beispiel für das Desinteresse der Neißestädter herangezogen.

Die Teilnahmezahlen in seiner ersten Bürgerrunde aber wollte Mahro nicht als Indikator für die Bürgerbeteiligung in der Stadt gelten lassen. So seien es zum Beispiel die Vereine, die die Stadt belebten. Wer dort engagiert sei, setze sich weit mehr für die Stadt ein als mit einem Besuch in einer Fragestunde.

Mahro ging noch einen Schritt weiter und sagte, dass er sogar seinen Laptop mit in den Veranstaltungsraum nehmen und dort arbeiten würde, wenn kein Bürger bei den Bürgerfragestunden auftauche.

Gerade hat die Stadtverwaltung einen neuen Termin für eine themenoffene Runde mit Mahro bekannt gegeben. Am 9. August will sich der amtierende Bürgermeister ab 18 Uhr erneut zwei Stunden Zeit für Fragen der Bürger nehmen. Stattfinden wird die Bürgerrunde wie bei der ersten Veranstaltung im Ausstellungsraum der Alten Färberei auf dem Wilkeplatz.

Besonders die Themen Gesundheitsversorgung, Einsatz von EU-Fördermitteln, Wiederaufbau der Villa Wolf und die Situation der Ge-flüchteten waren in der ersten Versammlung von großem Interesse, berichtet die Stadtverwaltung.