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Seelsorger-Paar entscheidet sich für weitere zehn Jahre

Superintendentin Ulrike Menzel (2.v.l.) segnet Pfarrer Dschin-u Oh (r.) und Pfarrerin Ina Piatkowski (2.v. r
Superintendentin Ulrike Menzel (2.v.l.) segnet Pfarrer Dschin-u Oh (r.) und Pfarrerin Ina Piatkowski (2.v. r FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Das Pfarrerpaar Ina Piatkowski und Dschin-u Oh übernimmt für zehn Jahre die erste und zweite Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Region Guben. Am Samstag sind beide von Superintendentin Ulrike Menzel in einem Gottesdienst in der Klosterkirche gesegnet worden. zar1

Ina Piatkowski und Dschin-u Oh haben sich auf die Stadt und die Region eingelassen. "Ich habe den Eindruck, dass es Liebe zu den Menschen hier ist", sagte Ulrike Menzel zur Entscheidung der beiden, Guben treu zu bleiben. Es sei ein wohltuendes Zeichen für die Hoffnung in der Region Guben. Wichtig sei, dass sie sich auf die vielen Gemeindeglieder einstellen und einlassen. "Wir dürfen gespannt sein, welche Früchte Gott mit ihnen hier wachsen lässt", so die Superintendentin.

Dschin-u Oh erinnert sich an die Zeit vor der Entsendung nach Guben. "Frau Menzel sagte damals: Kommen sie mit und schauen sie sich Guben an." Er schaute sich Guben an und sagte sich: "So schlimm kann es hier eigentlich nicht sein." Lachend erzählt er: "Guben sah ganz gut aus. Da muss es doch irgendwo einen Haken geben." Der Haken war die riesige Gemeinde. Dschin-u Oh ging das Wagnis ein. "Und die Gubener haben genau hingeschaut. Sie beobachteten genau, wie ich Taufen, Beerdigungen oder Gottesdienste veranstaltete", sagt der Pfarrer. Das Vertrauen wuchs schnell.

Der junge Mann erzählte seiner Lebenspartnerin Ina Piatkowski von Guben. Die studierte Theologin wurde neugierig und folgte vor mehr als einem Jahr ihrem Partner an die Neiße. "Ich wollte und will sehen, wie das Leben mit Jesus in dieser Gemeinde aussieht. Es ist so gut, dass es Orte wie Guben gibt, wo man die Liebe und die Seele der Gemeindeglieder spüren kann", erzählt die junge Pfarrerin mit leuchtenden Augen. Deshalb sei es ihr und ihrem Mann die Entscheidung letztlich auch nicht schwergefallen, für weitere zehn Jahren in Guben zu bleiben. Und beide sind sich einig: "Gott hätte sich auch Guben oder eines der umliegenden Dörfer als Wohn- oder Geburtsort ausgesucht."

Der amtierende Bürgermeister von Guben, Fred Mahro, betonte, dass Guben ein lebens- und liebenswerter Ort sei. "Es ist schon etwas Besonderes, wenn sich Menschen für unsere Stadt entscheiden. Das macht mich stolz und glücklich", sagte Mahro.

Es sei ein langer Weg des Suchens und des Kennenlernens gewesen bis zur Gewissheit, in Guben zu bleiben. Gottfried Hain von der Baptistengemeinde versichert, dass die beiden Pfarrer mit Gottes Hilfe in der großen Ökumene Gubens mit evangelischer, katholischer und Baptistengemeinde sowie der Selbständig evangelisch-lutherischen Kirche den Schritt in die Zukunft miteinander weitergehen werden.

Ina Piatkowski und Dschin-u Oh werden für die Gubener Klosterkirche, die Kirchen in Atterwasch, Kerkwitz, Grano, Pinnow, Sembten, Bomsdorf, Steinsdorf, Coschen und Groß Breesen mit den jeweils eingepfarrten Dörfern zuständig sein.