Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland sind in Brandenburg weitere Wildschweinkadaver entdeckt worden. Tests im Landeslabor seien positiv auf die Afrikanische Schweinepest gewesen und würden nun vom nationalen Labor, dem Friedrich-Loeffler-Institut, weiter untersucht. Nach Information der Märkischen Oderzeitung waren mehrere tote Schweine im Landkreis Oder-Spree gefunden worden. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne) sprach im Landtag von fünf Tieren. Ein Wildschwein sei krank erlegt worden, vier andere seien tot aufgefunden worden. Im benachbarten Spree-Neiße-Kreis, in dem vorige Woche ein totes Wildschwein mit Schweinepest entdeckt wurde, hat nach Rundschau-Informationen die amtliche Suche nach weiteren Kadavern noch gar nicht begonnen. Demnach soll der Startschuss Ende der Woche erfolgen.

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Die Afrikanische Schweinepest war vergangene Woche bei einem bei Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße gefundenem toten Wildschwein nachgewiesen worden. Das infizierte Tier sei der Kadaver einer zwei- bis dreijährigen Bache gewesen, der zwei bis vier Wochen dort gelegen habe. Inzwischen wurde ein zwölf Kilometer langer mobiler Elektrozaun rund um die Kernzone am Fundort aufgestellt.

Auch Sachsen rüstet sich für die Schweinepest

Auch Sachsen bereitet sich auf die Schweinepest vor. Sozialministerin Petra Köpping sieht den Freistaat auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die ersten positiven Funde haben“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. Köpping verwies darauf, dass der Freistaat schon im März einen rund 130 Kilometer langen mobilen Schutzzaun an der Grenze zu Polen errichtet habe. Zusätzlich wird nun ein 50 Kilometer langer fester Zaun angeschafft, der im Seuchenfall um die Gefahrenzone errichtet werden kann. Zudem bekommen die Jäger 30 mobile Fanganlagen für Wildschweine. Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Ein nachgewiesener Seuchenfall hätte allerdings gravierende Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe in Sachsen, so die Ministerin.