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Schweigen hilft nicht

Kommentar. Über Schuld und Sühne im Fall des zerstörten Fischkopfbrunnens wird nun schon seit mehr als zwei Jahren gestritten. Die Fronten sind verhärtet. Silke Halpick

Nicht einmal der Hauptausschuss will noch über die Thematik diskutieren. Stattdessen hüllt er sich in Schweigen. Die Künstlerin pocht weiter auf ihr Urheberrecht und fordert eine Entschädigung von der Stadt. Die Stadt verweist auf die Ablehnung der Schadensregulierung durch den Versicherer sowie den defizitären Haushalt. Was nun? Schweigen, bis das sprichwörtliche Gras über die Sache gewachsen ist, hilft jedenfalls nicht. Das Image der Stadt leidet - nicht nur in Kunstexperten-Kreisen. Helfen beim Neustart könnten dagegen Mediatoren, die unparteiisch vermitteln. Zwölf Streitschlichter gibt es in Guben. Deren Ausbildung finanziert hat übrigens die Stadt.