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| 02:45 Uhr

Schulter an Schulter laufen Sportler über Grenzen hinweg

Weit über 400 Läufer nahmen am Lauf ohne Grenzen teil.
Weit über 400 Läufer nahmen am Lauf ohne Grenzen teil. FOTO: utr
Guben/Gubin. Zum 4. Mal fand am Samstag mit Start vor der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche in Gubin der deutsch-polnische Lauf unter dem Motto "Ich laufe gern grenzenlos" statt. Ute Richter

Weit über 400 Läuferinnen und Läufer machten sich auf die 10 000 Meter lange Strecke durch Guben und Gubin, wobei 60 Prozent auf polnischer und 40 auf deutscher Seite absolviert wurden.

Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro und sein polnischer Amtskollege Bart{lstrok}omiej Bartczak eröffneten diesen Lauf kurz und bündig mit "Sport frei und jeder möge nach seinen Möglichkeiten diesen Lauf genießen", denn es gehe ja vorrangig um die symbolische Bedeutung dieser sportlichen Veranstaltung. Für Mahro als auch für Bartzcak zählt, damit ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass sie gut zusammenarbeiten, sowohl auf politischer als auch auf sportlicher Ebene.

Während sich das Gubener Stadtoberhaupt unter die Läufer mischte, hatte sein polnischer Kollege repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Kurz nach 11 Uhr starteten die Sportler dann Schulter an Schulter durch die Straßen und Wege Gubins über die Brücke an der Neißeinsel und durch Gubens Straßen zurück. Zweimal absolvierten sie den Rundkurs für die 10 Kilometer.

Dieser Lauf ohne Grenzen ist in Polen bereits populär. Das zeigt sich daran, dass sich seit dem vergangenen Jahr auch Prominente unter die Läufer mischen. War es im Jahr 2015 der bekannte Fernseh-Sportmoderator Maciej Kurzajewski, konnte in diesem Jahr der vierfache polnische Meister im 400-Meter-Lauf Tomasz Czubak begrüßt werden.

Neben der Prominenz liefen natürlich jede Menge weiterer professioneller Sportler, aber auch Hobbyläufer mit. Unter ihnen sieben Männer und Frauen der Läufergruppe des SV Chemie Guben, für die dieser Lauf stets den Saisonabschluss bedeutet. Sie besiegeln damit das erfolgreiche Sportjahr. Erinnerungen an den Europa-Marathon Anfang Juni bei über 28 Grad Celsius in Görlitz kommen da noch einmal hoch, genau wie die Teilnahme am Berlin-Marathon oder dem Schlaubetal-Marathon. Am Samstag gaben sie noch einmal Gas, gemeinsam mit ihren Läuferkollegen der Laufgemeinschaft BiegamBoLubie (BBL), die als Organisator der Veranstaltung große Unterstützung von beiden Städten sowie der Euroregion Spree-Neiße-Bober bekam.

Im Vorfeld des Hauptlaufes starteten zunächst die Kinder und Jugendlichen zu einem gemischten Staffellauf von sechs mal 400 Metern in unterschiedlichen Altersklassen. Anschließend gab es ein Aufwärmtraining an der Hauptbühne, bevor die Läufer auf die 10 000-Meter-Strecke gingen.