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Schul-Brücke soll saniert werden

Die Brücke in der Schulstraße bekam bei der letzten Prüfung nur die Zustandsnote 3, was in der Schule einer glatten Fünf entsprechen würde.
Die Brücke in der Schulstraße bekam bei der letzten Prüfung nur die Zustandsnote 3, was in der Schule einer glatten Fünf entsprechen würde. FOTO: S. Halpick
Guben. Die Fußgängerbrücke über die Egelneiße in der Schulstraße, die für viele der 434 Friedensschüler zum tagtäglichen Schulweg gehört, soll noch in diesem Jahr saniert werden. Darüber informiert Baufachbereichsleiter Sven Rogosky im jüngsten Umweltausschuss. Silke Halpick

Die Stadtverordneten votieren sogleich dafür, die Brücke auch nach der Baumaßnahme nicht für den Autoverkehr freizugeben.

Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro will sich allerdings hierbei "alle Möglichkeiten offen halten", wie er betont.

Diese Entscheidung könne nicht allein die Kommunalpolitik treffen, gehört werden müsste dazu auch die betroffenen Lehrer, Schüler und Eltern, begründet Mahro. Der Bereich an der Fußgängerbrücke ist seit Jahren ein sehr sensibler. Viele Eltern fahren ihre schulpflichtigen Kinder mit dem Auto direkt bis zum Ende der Sackgasse und wenden dort, was wiederum den nachfolgenden Verkehr sowie die Grundschüler, die zu Fuß unterwegs sind, beeinträchtigt.

Deshalb gibt es immer wieder Diskussionen darüber, den Autoverkehr von der Alten Poststraße durch eine Einbahnstraßenregelung durch die Schulstraße und über die Brücke zu leiten.

Über eine Änderung der Verkehrsführung will Sven Rogosky allerdings jetzt noch gar nicht sprechen, wie er betont. Für ihn steht zunächst die Sanierung, die für Oktober und November 2017 geplant ist, im Vordergrund. Finanziert wird die 164 000 Euro teure Maßnahme aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm.

Die Sanierung sei dringend notwenig, weil die im Jahr 1968 gebaute Betonbrücke bei der letzten Prüfung nur eine mangelhafte Zustandsnote bekam.

Eine andere Variante, bei der die Fahrbahn verbreitert wird, wird von Experten wegen Statikproblemen verworfen.

Während der Baumaßnahme muss die Fußgängerbrücke voll gesperrt werden, wie Rogosky ankündigt. Aus Sicht der Verwaltung gebe es für die betroffenen Kinder "eine Vielzahl anderer Möglichkeiten", um in die Schule zu kommen.