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| 18:30 Uhr

Guben
Schüler besser fördern

Die Sonderpädagoginnen Annett Kleindienst (l.) und Silke Patig in einem der Nebenräume der Gubener Corona-Schröter-Grundschule, wo kleine Schülergruppen lernen können. Seit 20 Jahren arbeitet die Schule integrativ.
Die Sonderpädagoginnen Annett Kleindienst (l.) und Silke Patig in einem der Nebenräume der Gubener Corona-Schröter-Grundschule, wo kleine Schülergruppen lernen können. Seit 20 Jahren arbeitet die Schule integrativ. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Guben. Die Corona-Schröter-Grundschule in Guben will „Schule für gemeinsames Lernen“ werden.

Sowohl Schüler mit Lernschwierigkeiten als auch Hochbegabte besser fördern können – das hat sich die Gubener Corona-Schröter-Grundschule auf die Fahnen geschrieben und deshalb den Antrag beim Schulamt gestellt, eine „Schule für gemeinsames Lernen“ zu werden. Brandenburgweit ist dieses Konzept im Schuljahr 2017/18 bereits an 127 Schulen eingeführt worden.

„Es bedeutet, dass Kinder mit besonderer Begabung und mit Defiziten in einer Klasse integriert werden und zusammen im Klassenverband lernen, aber auch mithilfe eines Co-Lehrers kleine Gruppen herausgelöst werden können, die extra betreut werden“, sagt Sonderpädagogin Annett Kleindienst.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Silke Patig hat sie das Konzept erarbeitet. „Wir sind bereits seit rund 20 Jahren eine integrative Schule und betreuen Hochbegabte und Schüler mit Förderbedarf.“ Letztere könnten Schüler mit einer Lernstörung, aber beispielsweise auch autistische Kinder sein. Von den 304 Schülern hätten derzeit nach Auskunft von Schulleiterin Dagmar Ploke mehr als 30 einen besonderen Förderbedarf. Hinzu kämen syrische, afghanische oder polnische Kinder, die ein unterschiedliches Sprachniveau hätten und teilweise auch gefördert werden müssten.

Bisher habe man für die Kinder mit Förderbedarf jeweils Förderanträge stellen müssen, um Förderstunden zugewiesen zu bekommen, berichten die beiden erfahrenen Sonderpädagoginnen. Mit dem Konzept des „Gemeinsamen Lernens“ soll dieses Verfahren vereinfacht werden. Aus der Gesamtzahl der Schüler werde ein Stundenpool ermittelt. „Und wir können dann selbst entscheiden, wo die Stunden am besten gebraucht werden“, erläutert Annett Kleindienst. Außerdem würde die Schule eine zusätzliche pädagogische Unterrichtshilfe für 20 Stunden bekommen. Viel Schreibkram würde entfallen. „Die Zeit können wir dann besser in die Arbeit mit den Kindern investieren“, so Annett Kleindienst.

Die Voraussetzungen für solch ein Konzept bringe die Schule mit: So seien die Lehrerkollegen bereits bestens mit der Integration vertraut, da die Sonderpädagoginnen die Arbeit allein nicht immer geschafft haben. Zudem seien die Klassenräume für den besonderen Bedarf der Schüler ausgestattet, beispielsweise mit Schallschutz, besonderen Teppichen oder Lampen für Schüler mit Sehstörung. Weiterhin seien Nebenräume als Rückzugsorte oder als Orte für kleine Lerngruppen eingerichtet worden. Auch sei die Schule barrierefrei, es gebe einen Fahrstuhl.

Deshalb hoffen die Gubener, dass ihr Antrag positiv beschieden wird. „Wichtig ist auch, dass wir damit dann hochbegabte Kinder auch besser extra fördern könnten“, sagt Schulleiterin Dagmar Ploke.

Die Zukunft des Jugendclub Waggon klärt sich im Januar.
Die Zukunft des Jugendclub Waggon klärt sich im Januar. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Die Mitarbeiterin der Touristinformation Carolin Pottag und der amtierende Werkleiter Stefan Palm in der neugestalteten Touristinformation Forst.
Die Mitarbeiterin der Touristinformation Carolin Pottag und der amtierende Werkleiter Stefan Palm in der neugestalteten Touristinformation Forst. FOTO: Steffi Ludwig / LR