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Schon wieder brennt ein Auto in Guben

Der vordere Teil des weißen SUV ist durch das Feuer vollkommen ausgebrannt.
Der vordere Teil des weißen SUV ist durch das Feuer vollkommen ausgebrannt. FOTO: ZVG
Guben. In der Nacht zum Mittwoch ist ein Auto in Guben ausgebrannt. Erst am Montag war die Feuerwehr zu einem ähnlichen Fall ausgerückt. Daniel Schauff

Zweimal in einer Woche musste die Feuerwehr in Guben ausrücken, um ein brennendes Auto zu löschen. Um 1.49 Uhr sei die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch in die Erich-Weinert-Straße ausgerückt, sagt Sebastian Schwitzke, Sachbearbeiter Brandschutz bei der Stadt und Mitglied der Gubener Wehr. Eine Gelände limousine stand lichterloh in Flammen. Zwar konnten die neun angerückten Einsatzkräfte den Brand innerhalb von rund einer Dreiviertelstunde vollständig löschen, der vordere Teil des Autos war aber völlig ausgebrannt. Höhe des Schadens und auch Brandursache seien bislang unklar, sagt Polizeisprecher Torsten Wendt. Die Brandermittler haben ihre Arbeit aufgenommen. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, ist noch unklar.

Erst am frühen Montagmorgen war die Feuerwehr zu einem ähnlichen Fall gerufen worden. Auf einem Parkplatz in der Karl-Marx-Straße stand ein Pkw in Flammen, das Feuer loderte ebenfalls im vorderen Bereich des Autos. Ein zweiter Wagen wurde durch das Feuer ebenfalls beschädigt, hatte die Polizei vermeldet. Erkenntnisse zur Brandursache gibt es auch bei dem Pkw-Brand von Montag noch nicht, wie Polizeisprecherin Ines Filohn auf Nachfrage sagt.

Klar ist: die Gewitterfront war zum Zeitpunkt des Feuerwehreinsatzes bereits über Guben hinweggezogen. Die Straßen seien zwar noch nass gewesen, Regen, Donner und Blitze hätten aber um die Zeit nicht mehr über der Neißestadt gehangen, sagt Schwitzke. Unwahrscheinlich ist also, dass das Auto durch das Unwetter irgendwie Feuer gefangen haben könnte. Von Brandstiftung reden aber weder Polizei noch Feuerwehr zum jetzigen Zeitpunkt.

Auch ob die beiden Autobrände in dieser Woche in einem Zusammenhang stehen, ist noch unklar. Die beiden angezündeten und der zusätzlich beschädigte Wagen waren auf Parkplätzen abgestellt. Im Falle des Brandes von Mittwochnacht habe der Wagen alleine auf dem Stellplatz gestanden, sagt Sebastian Schwitzke. Schäden an Gebäuden oder anderen Autos gab es demnach nicht. Der Wagen sei zur weiteren Beweissicherung sichergestellt worden, sagt Polizeisprecher Wendt. Am Mittwochvormittag waren in der Erich-Weinert-Straße keine deutlichen Spuren der Brandnacht mehr zu sehen.

Einen dritten Autobrand gab es bei Schenkendöbern auf der B 320 Ende Juli. Dabei allerdings war ein Auto mit polnischem Kennzeichen völlig ausgebrannt. Personen hatte die Polizei in der Nähe nicht feststellen können.

Vor knapp zwei Monaten hatten zudem Unbekannte gleich mehrere Mülltonnen im Stadtgebiet in Brand gesetzt. Zunächst hatten Unbekannte zwei Mülltonnen in der Cottbuser Straße im zeitlichen Abstand von nur knapp anderthalb Stunden angezündet, wenige Tage später war eine Mülltonne auf den Gehweg in derselben Straße gezogen und in Brand gesteckt worden.

Erst im Juni dieses Jahres hatte die Polizeidirektion Süd insbesondere in Cottbus mit brennenden Autos zu kämpfen. Innerhalb weniger Tage waren insgesamt fünf Autos und zwei Mopeds in Flammen aufgegangen. Eine ähnliche Brandserie hatte die Großstadt bereits im September 2016 erlebt.

Bei beiden Fällen war die Polizei schnell von Branstiftung ausgegangen, auch wegen der Konzentration der Brände auf Stadtteile. Technische Defekte hatten die Ermittler ausschließen können. Ob die die Ursachen für die beiden Pkw-Brände in der Neißestadt innerhalb einer Woche sein können oder ob doch ein Verdacht auf Brandstiftung bestehen könnte, soll bei den Brandermittlungsverfahren nun geklärt werden.