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Schönhöher Chronik für das neue Taueraner Museum

Tauer.. Für eine Top-Überraschung sorgte die Taueranerin Sieglinde Friedrich bei der Einweihung des Heimatmuseums. Sie überreichte der Vorsitzenden des Vereins Kultur- und Heimatgeschichte Tauer e. V., Karin Kallauke, eine Chronik des jetzigen Taueraner Ortsteiles Schönhöhe. B. Remus

In diesem war Friedrichs Vater Horst Jaschan der letzte Lehrer gewesen. Er hatte die Schönhöher Chronik fortgeschrieben, die Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen worden war. Seine Tochter übergab die 1988 im Nachlass des Vaters gefundene Chronik für das neue Museum, dessen Träger der Kultur- und Heimatverein ist.
Auf dessen Initiative war das Museum in den Räumen der einstigen Bäckerei mit Förder- und mit Privatgeldern sowie ABM-Kräften seit 2001 Schritt für Schritt hergerichtet worden.
Die Vereinsvorsitzende freute sich zur Einweihung über überraschend viele Einwohner, Gäste aus Nachbardörfern, aus Guben und aus Cottbus. Traditionell mit Brot und Salz wurden sie am Hofeingang in sorbischer Tracht von Daniela und Stefanie Jahnke begrüßt. Im Hof flatterte museale Leib- und Haushaltswäsche munter auf der Leine. Und davor, umringt von Besuchern, sorgten fünf Paare des Cottbuser Volkstanzensembles „Alte Liebe“ für einen schwungvollen Beginn der Eröffnungsfeier. Zur Annemarie-Polka wurde ein Teil Gäste gleich mit zum Tanz auf dem unebenen Hof gebeten.
Viel Anerkennung fanden die Besucher für die Ausstellung selbst. „Sie ist sehr gut geworden, ich bin angenehm überrascht“ , sagte Renate Paul aus Schönhöhe. Die 74-jährige Siegrid Brunsch aus Teerofen, die eine Butterzentrifuge für das Museum gesponsert hatte, freute sich ebenfalls. Sie will noch bewegliche Teile eines alten Handwebstuhls anbieten.
Nacheinander schob sich die Besuchermenge durch die drei kleinen Museumsräume. Wer mochte, konnte sich zwischendurch mit Schmalzbroten, Kuchen, Kaffee und Apfelwein laben. Und wer ein bisschen neugieriger war, erfuhr auch von den weiteren Vorhaben des Vereins: Aufarbeitung alter Landwirtschaftsgeräte, die in der Scheune lagern; Herrichtung des Hausbodens und der Scheune für Ausstellungszwecke; Wiederherstellung des alten Backofens im Museumshaus.