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| 02:40 Uhr

Schönes Fest mit Tradition

Gubin. Zum 5. deutsch-polnischen Begegnungsfest waren die Gubener und Gubiner am vergangenen Samstag auf den Platz vor der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche in Gubin eingeladen. Ute Richter / utr1

Organisiert wurde das Fest mit kleinem Weihnachtsmarkt vom Förderverein zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche zusammen mit der Stiftung Fara Gubinksa, dem Gubiner Kulturhaus und dem deutsch-polnischen Frauenverein "Nysa". Der große Weihnachtsbaum vor der Kirche wurde mit Weihnachtskugeln, die Schüler der 2. Grundschule Gubin in der vergangenen Woche im Rahmen eines Kunstworkshops hergestellt hatten, aufgehängt. Selbst Bürgermeister Bartomiej Bartczak legte mit Hand an und schmückte den Baum.

Anschließend eröffnete er auf der Bühne dieses 5. Begegnungsfest gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen, dem 2. Stellvertretenden Bürgermeister, Klaus Schneider. Beide waren sich einig, dass der Platz vor der einstigen Stadt- und Hauptkirche so groß ist, dass dieses Fest künftig erweitert werden könne.

Doch über mangelnde Beteiligung konnten sich die Organisatoren wirklich nicht beschweren. Das lag sicherlich auch daran, dass es traditionell kostenloses Essen für die Bedürftigen gab. Die Schlange riss am Nachmittag nicht ab. Das sei eine polnische Tradition erzählt Anna Dziadek von der Bauhütte. Genauso wie das Brechen von Oblaten, welches der katholische Pfarrer nach seinem Gebet auf der kleinen Bühne zelebrierte. Die Teilung einer geweihten Oblate symbolisiert ein Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens.

"Dieses Fest ist eine Möglichkeit, dass Deutsche und Polen die Stimmung zu Weihnachten gemeinsam erleben", sagte Justyna Karpisiak, stellvertretende Bürgermeisterin in Gubin. Die Menschen auf beiden Seiten der Neiße sollen sich an alte Traditionen erinnern und diese neu entdecken. So ist auch seit fünf Jahren der Platz dieses deutsch-polnischen Weihnachtsmarktes nicht zufällig gewählt. Denn auch das war einst Tradition, dass jeweils dienstags und freitags Markttag an gleicher Stelle war. Marktstände mit unterschiedlichen weihnachtlichen Angeboten gab es auch am Samstag, von denen die Gubener und Gubiner regen Gebrauch machten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte eine Dudelsackgruppe aus Polen. Sie brachten mit ihren tollen Trachten und der typischen Musik Stimmung auf den Marktplatz. Der Gubiner Frauenchor Gloria Domine sang deutsche und polnische Weihnachtslieder. Ein deutscher Weihnachtsmann verteilte kleine Geschenke an die Kinder.