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| 15:39 Uhr

Schnelles Internet
Guben verliert die letzten weißen Flecken

 Schnelles Internet: In Guben werden demnächst die noch unversorgten Haushalte angeschlossen.
Schnelles Internet: In Guben werden demnächst die noch unversorgten Haushalte angeschlossen. FOTO: dpa / Carsten Rehder
Guben. Der Landkreis Spree-Neiße gibt ordentlich Gas auf der Datenautobahn. Für die Stadt Guben soll der Kreistag im April eine Konzession an ein Telekommunikationsunternehmen vergeben, das sich um den Ausbau der Internetanbindung kümmert.

In der Stadt Guben soll es schon bald flächendeckend schnelles Internet geben. Der Landkreis Spree-Neiße möchte mit Hilfe eines Telekommunikationsunternehmens dazu beitragen, dass auch noch die letzten bislang unversorgten Gebiete Zugang zur Datenautobahn bekommen.

Grundlage dafür ist eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, die der Landkreis mit den Städten und Gemeinden geschlossene hat. Demnach kümmert sich der Kreis um Fördermittel, die dann an den Telekommunikationsanbieter ausgereicht werden. Mit dem Geld kann das Unternehmen die Lücke zwischen den Einnahmen und den in der Regel wesentlich höheren Kosten des Netzaufbaus und -betriebs schließen. Das Telekommunikationsunternehmen wird in einem EU-weiten Konzessionsvergabeverfahrens ausgewählt.

Für die Stadt Guben war ursprünglich eine Versorgung mit Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s für rund 147 Haushalte und 39 Unternehmen vorgesehen. Diese Zahl hat sich inzwischen verringert, weil verschiedene Anbieter bereits Gebiete erschlossen oder zumindest eine Ausbauerklärung abgegeben haben.

Nach dem Konzessionsvergabeverfahren blieb für die Stadt noch ein Anbieter übrig, der jetzt noch auf den Zuschlag durch den Kreistag warten muss. Er wird dann über einen Zuschuss von rund 1,9 Millionen Euro verfügen dürfen. 60 Prozent davon trägt der Bund, 30 Prozent das Land. Der zehnprozentige Eigenanteil der Stadt Guben wird aufgrund der Haushaltssicherung ebenfalls durch das Land getragen. Die Ausbauarbeiten sollen innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden.

Der Kreistag hatte im Oktober 2018 beschlossen, dass der Landkreis die Eigenanteile der Gemeinden übernimmt, die sich nicht im Haushaltssicherungsverfahren befinden.