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Schnäppchenjagd auf Kinderflohmarkt

Der Andrang war auch beim jüngsten Kindersachenflohmarkt in der Alten Färberei stark.
Der Andrang war auch beim jüngsten Kindersachenflohmarkt in der Alten Färberei stark. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Der Kindersachenflohmarkt in der Alten Färberei in Guben hatte gerade einmal eine Viertelstunde geöffnet, da kamen schon die ersten Käufer schon zufrieden mit prall gefüllten Tüten und voll gepackten Kartons aus dem Gebäude. Jana Pozar / zar1

Mancher Vater probierte das Spielzeug, das er kurz zuvor auf dem Flohmarkt für den Sohnemann gefunden hatte, selbst aus. Kleine Mädchen hüpften vergnügt an Mutters Hand, glücklich, eine neue Puppe für die Sammlung oder ein schickes Kleid gefunden zu haben.

Der Kindersachenflohmarkt hatte dieses Mal so viel Stände wie nie zuvor. Die Händler kamen nicht nur aus Guben, auch aus Cottbus, Frankfurt (Oder) und dem näheren Umland. "Insgesamt haben wir 52 Stände. Das ist Rekord", sagte Angi Halko vom zuständigen Fachbereich in der Stadtverwaltung Guben. Und auch viele Interessenten kamen. "Wir haben sowohl bei Händlern als auch bei den Käufern schon unsere Stammkunden", fügte Angi Halko hinzu.

Zu diesen Stammhändlern gehört Kathrin Lieske aus Guben. Sie packte am Vormittag noch immer ihre großen Kisten mit zahlreichen Büchern aus. "Bücher gehen eigentlich immer gut", verriet sie. Und obwohl es ihr schwerfällt, sich von einigen richtig alten Büchlein zu trennen, sagt sie: "Andere freuen sich darüber, wir haben einfach keinen Platz mehr dafür."

Auch Cornelia Lehmann verkaufte gemeinsam mit Sohn Johan zu klein gewordene Kindersachen und jede Menge Spielzeug. "Ich spiele mit den meisten Dingen sowieso nicht mehr", gab der Elfjährige zu, während seine Mutter die Geschäfte im Blick hatte. "Es läuft", sagte sie schmunzelnd. Schließlich hatte Ronny Kanzog aus Jänschwalde Ost gerade für seinen Sohn Jeremy (4) Herbst- und Regenkleidung bei ihr gekauft. "Wir gehen gern auf Schnäppchenjagd, sind gelegentlich auf Flohmärkten unterwegs. Heute ist das Angebot hier sehr groß und gut", so der junge Mann. Auch Tochter Maria war glücklich. Die Sechsjährige hatte eine kleine Box mit vielen Spielsachen abgestaubt.

Ein Stück weiter kramten Jessica Lax und ihre Tochter Amani in schicken Mädchensachen. "Ich brauche für meine Kleine Herbst- und Wintersachen. Die kaufe ich gern auf Flohmärkten, schließlich sind die Sachen dort billiger und fast genauso gut wie neuwertige Kleidung", versicherte Jessica Lax.

Die kleine Diva, wie sich Amani selbst nannte, machte die Wahl aber schwer. Ein "kleines Schwarzes" musste unbedingt dabei sein. Und selbstverständlich durfte sie bei der Auswahl ihrer neuen Leggings, Pullover, Röckchen und Jacken mitreden. "Zu Hause wird sie sicher eine Modenschau machen", sagte die Mutter lachend.

Lissi Wickenhäuser verkaufte mit Mutter Anja zum ersten Mal auf dem Gubener Flohmarkt. "Ich brauche das Geld für ein neues Handy", erklärte die 13-Jährige. Klar, dass sie der Mutter strikte Anweisungen gab, die durfte nämlich die Preise auf keinen Fall senken. Der Verkauf laufe verhalten, so die Mutter. Das liege wohl daran, dass es sehr viele Händler und gute Angebote gibt. Doch entmutigen ließen sich die Beiden nicht.

"Wir sind zufrieden mit der Resonanz", sagte Angi Halko. Die Flohmärkte würden von den Gubenern gut angenommen. Für das kommende Frühjahr ist wieder ein solcher Markt geplant, so die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.