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Schmalspurfilme aus DDR-Zeiten gesucht

1960 entstand der private Schmalfilm, der den Umzug einer Familie an die noch im Bau begriffene Magistrale in Eisenhüttenstadt zeigt.
1960 entstand der private Schmalfilm, der den Umzug einer Familie an die noch im Bau begriffene Magistrale in Eisenhüttenstadt zeigt. FOTO: zvg
Eisenhüttenstadt. Für eine Doktorarbeit braucht man vor allem eins: eine gute Idee. Die hatte der Historiker Sebastian Thalheim ganz offenbar. (dsf)

Er erforscht im Rahmen seiner Promotion den Acht-Millimeter-Familienfilm aus DDR-Zeiten. Wie die so genannten "Schnürsenkelfilme" den Alltag und das Ende der DDR dokumentieren helfen, erklärt Thalheim am Mittwoch, 15. Februar, ab 18 Uhr im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. In seinem Vortrag wird der Geschichtsexperte nicht nur auf das Privathobby Filmen eingehen, sondern auch umreißen, wie es der Amateurfilm auch schon in DDR-Zeiten zu einem eigenen Festival gebracht hat und alles andere als eine "Nischenpraxis" war.

Thalheim selbst wird Ausschnitte aus privaten Familienfilmen, Ratgebern, Eingaben an staatliche Institutionen, Werbeanzeigen und Werbefilme zeigen sowie Interviews mit damaligen Filmern.

Darüber hinaus sind aber auch Besucher aufgefordert, eigene Schmalfilme vorzuführen. Im Anschluss an den Vortrag von Thalheim gibt es dazu die Möglichkeit, teilt Kurator Axel Driescher mit. Interessenten könnten sich unter Telefon 03364 417355 melden.

Karten für den Vortrag kosten im Vorverkauf drei Euro, an der Abendkasse vier Euro.