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| 17:25 Uhr

Sanierung
Schluss mit katastrophalen Zuständen

Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger und Schenkendöberns Bürgermeistert Peter Jeschke freuen sich über den Förderbescheid. Voraussichtlich im August sollen die Bauarbeiten beginnen, Eröffnung ist dann im September 2019.
Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger und Schenkendöberns Bürgermeistert Peter Jeschke freuen sich über den Förderbescheid. Voraussichtlich im August sollen die Bauarbeiten beginnen, Eröffnung ist dann im September 2019. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Bärenklau. Die Turnhalle in Bärenklau wird für 1,2 Millionen Euro zum Haus der Vereine umgebaut. Von Michéle-Cathrin Zeidler

Der Putz bröckelt von den mit Feuchtigkeitsflecken übersäten Wänden, in den Waschbecken haben sich Rostpfützen gebildet, und über dem abgewetzten Hallenboden liegt eine Staubschicht – die alte Turnhalle aus DDR-Zeiten in Bärenklau ist stark sanierungsbedürftig.  „Die Zustände waren katastrophal und nicht mehr zumutbar“, findet auch Bürgermeister Peter Jeschke.

Die Waschräume und Duschen in der alten Turnhalle müssen dringend saniert werden. Seit 2003 setzt sich der Bürgermeister für eine Erneuerung ein.
Die Waschräume und Duschen in der alten Turnhalle müssen dringend saniert werden. Seit 2003 setzt sich der Bürgermeister für eine Erneuerung ein. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler

Seit dem Dorferneuerungsplan im Jahr 2003 setzt er sich für den Umbau und die Erneuerung der Turnhalle zum Haus der Vereine ein – nun endlich liegt der Gemeinde Schenkendöbern der Förderbescheid vom Land Brandenburg vor. „Es kann losgehen. Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung“, verrät der Bürgermeister. Gleichzeitig löse er damit auch ein Wahlversprechen gegenüber den Bärenklauern ein.  

Der Ort verfügt nämlich über ein aktives Vereins- und Gesellschaftsleben, jedoch fehlten bisher angemessene Räumlichkeiten. „Das Dorfleben soll zukünftig im Haus der Vereine konzentriert werden“, erklärt Peter Jeschke. Das Ziel sei ein sozialer Treffpunkt für alle Generationen und Vereine. Ein ähnliches Projekt konnte bereits in Pinnow realisiert werden.

„Die Turnhalle wird saniert, und der Ballraum wird zum Versammlungsraum umgestaltet“, fasst Jeschke zusammen. Für das Projekt kalkuliert die Gemeinde mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro, 855 000 Euro werden dabei im Rahmen des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin“ gefördert. Mit diesen Geldern soll die Turnhalle aus dem Jahr 1974 energetisch saniert werden. Dafür wird an der Fassade ein Wärmedämmverbundsystem angebracht, die Tür- und Fensterelemente werden ausgetauscht. Zudem ist die Kompletterneuerung der Heizungs-, Elektro,- und Sanitärinstallation geplant.

Darüber hinaus sind auch bauliche Innensanierungen vorgesehen: Hierzu gehören unter anderem die Erneuerung der Innentüren, der Einbau eines Sportbodens und punkteelastischer Prallwände sowie die Erneuerung der Wand- und Bodenbeläge. Außerdem wird die angrenzende Außenanlage gestaltet.

„Wir gehen jetzt in die öffentliche Ausschreibung“, sagt Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger. „Wir hoffen, dass wir im August dann mit den Baumaßnahmen starten können.“ Damit die Bauarbeiter dann freie Bahn haben, werde die Turnhalle aktuell nicht mehr genutzt. Allen Mietern wurde gekündigt. Trotzdem könnte es zu Verzögerungen kommen. „Wir hatten den Förderbescheid eigentlich bereits im Februar erwartet“, so Carmen Mönchinger. „Im Sommer ist es schwerer, Angebote für eine Ausschreibung zu bekommen.“

Sollten sie dennoch schnell eine Firma finden, wird laut Zeitplan bis September 2019 gebaut. „Ich wäre froh, wenn ich die Eröffnung noch als Bürgermeister begleiten kann“, verrät Peter Jeschke, der zum 31. Dezember 2019 in Rente gehen möchte.