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Gubener Amtsgericht weist Klage zurück
Möchtegern-Apfelkönig verliert erneut vor Gericht

Der 40-jährige Marko Steidel aus Groß Drewitz musste vorm Gubener Amtsgericht erneut eine Schlappe einstecken.
Der 40-jährige Marko Steidel aus Groß Drewitz musste vorm Gubener Amtsgericht erneut eine Schlappe einstecken. FOTO: Silke Halpick
Guben. Die Äpfel sind gefallen: Das Amtsgericht Guben hat die von Marko Steidel erhobenen Vorwürfe gegen die ehemalige Apfelkönigin Antonia Lieske und den Markting- und Tourismusverein Guben (MuT) abgewiesen. „Herr Steidel konnte keine Beweise vorbringen, dass die Wahl der Apfelkönigin 2016 manipuliert wurde“, begründet Richter Markus Horn das Urteil. Michéle-Cathrin Zeidler

Auch seine Behauptungen, dass die Kandidaten einen Führerschein haben müssen, sei haltlos. Der Kläger erhält daher nicht die geforderten 5000 Euro Schadenersatz, stattdessen muss er die Kosten für das Verfahren tragen.

Bei der Urteilsverkündung blieb der Medienrummel diesmal aus und auch Marko Steidel ließ sich im Gerichtssaal nicht blicken. Anwesend waren hingen die ehemalige Apfelkönigin Antonia Lieske und ihre Mutter. Beide zeigten sich überrascht, dass Marko Steidel nicht zur Urteilsverkündung erschienen ist. „Vermisst habe ich ihn aber auch nicht“, so Antonia Lieske. „Hoffentlich ist das ein Zeichen dafür, dass er jetzt endlich aufgibt.“

Das Urteil kam für alle Beteiligten nicht überraschend. „Seine ganzen Behauptungen sind völlig unsinnig und ich kann Herrn Steidel nur empfehlen, es jetzt endlich gut sein zu lassen“, so Klaus-Dieter Fuhrmann, Rechtsanwalt des MuT. Allerdings habe der Möchtegern Apfelkönig bereits seine Kandidatur für die Wahl 2018 eingereicht und dabei laufe die Ausschreibung noch gar nicht. „Sollte er wieder nicht gewinnen, will er uns dieses Mal auf 40000 Euro Schadenersatz verklagen“, erzählt Klaus-Dieter Fuhrmann.

Ob es zu weiteren Gerichtsverhandlungen kommt, hängt nun davon ab, ob Marko Steidel seine bereits aufgelaufenen Kosten begleicht. „Bisher hat er diesbezüglich keine Anstrengungen unternommen“, so Klaus-Dieter Fuhrmann. Mehr als 1000 Euro Kostenvorschuss sind fällig, damit das Gericht die 20 000 Euro-Schadenersatzklage gegen den Gubener Marketing- und Tourismusverein (MuT) weiterverfolgt. Solange Steidel nicht zahlt, passiert nichts.

Hintergrund für die Klagen des Groß Drewitzers Marko Steidel ist, dass seiner Ansicht nach die Gubener Apfelkönig-Wahl 2016 manipuliert war. Steidel argumentierte wiederholt, dass die damals amtierende Apfelkönigin Antonia Lieske nicht gewählt worden wäre, hätte sie vor der Wahl gesagt, dass sie keinen Führerschein habe. Ein Führerschein sei laut MuT aber nie Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl zur Symbolfigur gewesen.