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| 02:38 Uhr

Schenkendöbern will sich von Gesetz befreien lassen

Schenkendöbern. Wegen "unbilliger Härte" hat die Gemeindevertretung Schenkendöbern eine Befreiung vom Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) bei der Sanierung der Grundschule in Grano gestellt. Die Umsetzung würde der Gemeinde Mehrkosten in Höhe von 85 500 Euro innerhalb des zehnjährigen Vergleichszeitraumes bescheren, erklärt Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger. Silke Halpick

Das gilt für die Wärmepumpen-Variante. Aber auch eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung würde mit 46 300 Euro mehr zu Buche schlagen.

Schenkendöbern sei sich seiner "Vorreiterrolle bewusst", wie Mönchinger betont. Die Gemeinde kämpft seit Jahren gegen den geplanten Braunkohletagebau Jänschwalde-Nord. Schon jetzt gibt es auf dem Dach der Grundschule in Grano eine Photovoltaikanlage, deren Energie ins Stromnetz eingespeist wird.

Über die Befreiung muss die Untere Bauaufsichtsbehörde entscheiden. Doch auch der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen kam bereits zu dem Ergebnis, dass die fachtechnischen als auch wirtschaftlichen Aspekte für die Befreiung nachvollziehbar seien.

Die Sanierung der Grundschule kostet 1,6 Millionen Euro. Bis zum Beginn des nächsten Schuljahres soll sie abgeschlossen sein.