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| 17:23 Uhr

Bürgermeisterwahl in Schenkendöbern
Vier Kandidaten, kein Apfelkönig

 Gemeindeverwaltung Schenkendöbern
Gemeindeverwaltung Schenkendöbern FOTO: LR / Daniel Schauff
Schenkendöbern. Bei der Wahl zum neuen Bürgermeister von Schenkendöbern ist die Auswahl recht groß. Beworben hatte sich auch Gubens verhinderter Apfelkönig Marko Steidel. Von Daniel Schauff

Die Bürgermeisterwahl in Schenkendöbern wird eine wichtige – vielleicht sogar eine besonders wichtige. Die vier Kandidaten ums Amt stehen seit Donnerstag fest: Steffen Krautz (SPD), Andreas Stahlberg (parteilos), Maik Schulze-Luck (parteilos) und Ralph Homeister (Wählergruppe Feuerwehr).

Wichtig – was für die Wahl eines jeden Gemeindechefs gilt, erhält am 1. September in der Großgemeinde noch einmal Nachdruck. Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass Schenkendöbern künftig von Guben verwaltet wird. Das frisch gewählte Gemeindeparlament bleibt, die Souveränität der gut 3000 Einwohner umfassenden Gemeinde auch, die Verwaltung aber geht nach Guben. Fest steht da noch nichts, der aktuelle Bürgermeister Peter Jeschke (CDU) hat sich allerdings bereits als Freund der Mitverwaltungslösung präsentiert – und mit ihm ein großer Teil der Gemeindevertreter. Jeschke allerdings tritt nicht mehr bei der Bürgermeisterwahl an. Kommt die Mitverwaltung, wird sich sein Nachfolger darum kümmern müssen.

Mit der Entscheidung des Wahlausschusses von Donnerstag steht fest: Die Schenkendöberner haben am 1. September mehr als nur eine Hü oder Hott-Wahl. Und das zwischen Kandidaten, die zum Großteil im politischen Schenkendöbern schon bestens bekannt sind.

 Andreas Stahlberg
Andreas Stahlberg FOTO: Roswitha Werner

Schulze-Luck nicht, er ist Politik-Neuling. Der Schenkendöberner durchläuft derzeit eine Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten. Nach eigenen Angaben ist er seit seiner Jugend Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die als Einzelbewerber notwendigen 32 Unterstützerunterschriften konnte er sammeln.

 Ralph Homeister
Ralph Homeister FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler / Michéle-Cathrin Zeidler

Bekannt hingegen ist Andreas Stahlberg, ebenfalls Einzelkandidat und damit parteilos. Bei der Gemeindeverwaltung ist Stahlberg zuständig für bergbaubedingte Sonderaufgaben. Auf Kreisebene sitzt er – gerade wiedergewählt – für die Grünen im Spree-Neiße-Parlament und ist Mitglied der Fraktion Freie Bürger.

 Maik Schulze-Luck
Maik Schulze-Luck FOTO: Susanne Knebel / SUSANNE KNEBEL

Ebenfalls in den Kreistag wiedergewählt ist Steffen Krautz (SPD). Im September will er Bürgermeister von Schenkendöbern werden. Der Kerwitzer sitzt auch im neu gewählten Gemeindeparlament, konnte damit seine Amtszeit als Gemeindevertreter verlängern.

 Steffen Krautz
Steffen Krautz FOTO: lr / Engelhardt

Ralph Homeister (Wählergruppe Feuerwehr) sitzt ebenfalls in der Gemeindevertretung. In der konstituierenden Sitzung vor wenigen Tagen ist er erneut zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt worden. Bereits in der vergangenen Legislatur hatte er die Gemeindevertretung geleitet.

Beworben hatte sich auch Gubens verhinderter Apfelkönig Marko Steidel für den Posten des Bürgermeisters. Im Gegensatz zu seiner Kandidatur fürs gleiche Amt in Guben war sein Antrag form- und fristgerecht eingegangen. Als Einzelkandidat hätte aber auch er 32 Unterstützerunterschriften erreichen müssen. Er erreichte eine.

Die AfD hat keinen Kandidaten ins Rennen geschickt. Sie ist in der Gemeindevertretung mit einem Sitz präsent, hatte bei den Kommunalwahlen in der Großgemeinde zwölf Prozent erreicht, hätte eigentlich zwei Sitze im Gemeindeparlament besetzen müssen. Einen zweiten AfD-Kandidaten gab es aber nicht.