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| 17:43 Uhr

Maßnahmen gegen Wasserverlust bei Seen
Seen-Konzept soll im Juni in Guben vorgestellt werden

Guben/Schenkendöbern. Schenkendöbern bekommt keine Machbarkeitsstudie gefördert, setzt aber auf mehr Wasser aus Tagebauumfeld. Von Jürgen Scholz

Voraussichtlich im Juni soll es in der Alten Färberei in Guben eine Informationsveranstaltung zu den Maßnahmen für die fünf Seen in der Gubener Umgebung geben, die von Wasserrückgang betroffen sind. Darüber informierte Schenkendöberns Bürgermeister Peter Jeschke (CDU) in der Gemeindevertretung am Dienstag und berief sich auf Informationen aus der Kreisverwaltung.

Guben sei als Veranstaltungsort gewählt worden, weil auch viele Einwohner der Stadt durch ihre Kleingärten an den Seen betroffen seien. Die Arbeitsgemeinschaft hatte sich bei ihrem letzten Treffen auf Zielgrößen und erste Maßnahmen verständigt, die nun bei einem weiteren Treffen am 16. Mai detaillierter festgelegt werden und mit  dem Land abgestimmt werden sollen. Unter anderem soll das Wasser aus drei Leag-Absenkungsbrunnen am Tagebaurand genutzt werden, um den Wasserstand bei drei Seen wieder anzuheben, so Peter Jeschke. Als Zielstand war der Wasserpegel aus dem Jahr 2010 verbindlich gemacht worden (die RUNDSCHAU berichtete).

Schenkendöberns Bürgermeister  Peter Jeschke hofft, dass durch die ersten Maßnahmen die entstanden Landzungen im Pinnower See wieder verschwinden und der inzwischen dreigeteilte  See wieder zu einem Gewässer wird. Entstandenen Aufwuchs wollten laut Jeschke Angler und Anlieger beseitigen, die Gemeinde bei der Beseitigung helfen. Der Gemeinde gehören der See, der Campingplatz sowie der Spielplatz. Die Wald- und sonstigen Flächen gehören dem Land oder privaten Eigentümern.

Eine Machbarkeitsstudie, die die Gemeinde für die Weiterentwicklung  der Gewässer beantragt hatte, wurde laut Jeschke vom Land mit Verweis auf die erst notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen abgelehnt. Die Gemeinde könne aber Anträge für begleitende Maßnahmen stellen, wie beispielsweise für den Waldumbau.

Der Umweltausschuss der Gemeinde Schenkendöbern wird sich am nächsten Mittwoch, 2. Mai, ebenfalls mit dem Thema befassen.  Der öffentlich tagende Ausschuss beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung Schenkendöbern.

Betroffen sind neben dem Großsee und dem Kleinsee der Pinnower See, der Deulowitzer See sowie der Pastlingsee. Die Leag räumte zuletzt ein, dass sich möglicherweise schon seit 2010 Auswirkungen des Tagebaus Jänschwalde bemerkbar gemacht haben könnten.