Dennoch wollte Jürgen Cierpinski im Rahmen der Einwohnerfragestunde wissen: "Warum wird das Denkmal nicht abgerissen?" Seiner Meinung nach sollen die Stadtverordneten, die das Denkmal unbedingt erhalten wollen, die Sanierung doch selbst bezahlen oder Spenden dafür sammeln.

"Die Stadtverordneten können nicht entscheiden, ob das Monument abgerissen wird", betont Klaus-Dieter Fuhrmann (CDU), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Mitspracherecht haben die Abgeordneten nur im Rahmen der Sanierung. "Theoretisch könnten die Stadtverordneten aber einen Beschluss fassen, dass das Pieck-Denkmal von der Denkmalliste des Landes Brandenburg genommen werden soll", betont Günter Quiel (SPD).

Doch die Erfolgsaussichten sind gering: Das Pieck-Denkmal ist für die Denkmalschutzbehörde gleich mehrfach von Bedeutung, unter anderem aus geschichtlicher und städtebaulicher Sicht. Darauf hatte Fred Mahro, amtierender Bürgermeister, erst beim jüngsten Haushaltsausschuss hingewiesen.