ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:37 Uhr

Sandmann-Experte Winfried Kujas zu Gast in Guben

Nach dem Vortrag erklärte Winfried Kujas an den zahlreichen Exponaten noch das Eine oder Andere. Und bei einem Gewinnspiel durften sich drei Besucher über Originalfahrzeuge samt Sandmann freuen.
Nach dem Vortrag erklärte Winfried Kujas an den zahlreichen Exponaten noch das Eine oder Andere. Und bei einem Gewinnspiel durften sich drei Besucher über Originalfahrzeuge samt Sandmann freuen. FOTO: ultr1
Guben. Im Rahmen der laufenden Sandmann-Ausstellung hat Winfried Kujas am Sonntagnachmittag einen Vortrag im Stadt- und Industriemuseum gehalten. Zur Ausstellungseröffnung konnte der Leihgeber der Schau und ehemaliger Produktionsleiter der Sandmannstudio- und Trickfilm GmbH Berlin im November nicht dabei sein. utr1

Unter dem Titel "Der Sandmann hat überlebt" gab Kujas einen Einblick in die Historie des Berliner Trickfilmstudios, das DDR-Kinderfernsehen sowie die Studioarbeit im Allgemeinen. Er warf einen Blick zurück in die Wendezeit und den einsetzenden Überlebenskampf der Schlafsand verstreuenden Fernseh-Kultfigur. Dabei ging es vor allem um die schöpferische Seite der Filmproduktionen - speziell der Bereich der Kreativität, die Ideensammlung für einzelne Geschichten und Handlungen oder die Herstellung der Puppenfiguren.

Die Sonderausstellung "Sandmann, lieber Sandmann" erweist sich als wahrer Renner. Laut Museumsleiterin Heike Rochlitz waren bislang mehr als 1500 Besucher in der Ausstellung. In der Schau sind Originalrequisiten aus den Sandmännchen-Folgen zu sehen, die im Sandmannstudio Berlin produziert wurden.

Bereits 1959 war der Sandmann als Traumbringer im DDR-Fernsehen das erste Mal zu sehen. Die Grundfigur, so wie sie heute noch im Fernsehen zu sehen ist, gab es ab 1960. "Anfangs war sie noch etwas plumper, noch nicht so ausgereift wie sie im Laufe der Jahre wurde", beschreibt Kujas die Entwicklung der Sandmann-Figur. Das erste Mal in Farbe flimmerte der Sandmann 1965 über die Mattscheibe.

Auf die Frage, wie denn eigentlich der Traumsand des Sandmännchens in die Wohnzimmer kommt, erklärte Kujas, dass es mehrere Einstellungen von Sand auf einer Scheibe gab, die einzeln aufgenommen wurden und in der Abfolge laufender Bilder dann den Traumsand ergeben. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Februar im Stadt- und Industriemuseum in Guben zu sehen.