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| 12:15 Uhr

Auf Jobsuche im alten und neuen Zuhause
Rückkehrer knüpfen Kontakte beim Stammtisch

Guben. Marketingverband lud zum Gespräch im Gubener Volkshaus ein: Besucher schilderten, was sie wieder in die Heimat zieht.

Unter dem Motto „Guben tut gut“ hat der Marketing- und Tourismusverband unter Regie von Kerstin Geilich zum zweiten Mal in Folge den Rückkehrerstammtisch organisiert. Aus diesem Grund trafen sich an diesem Abend des 19. Oktober im Volkshaus ehemalige Gubener mit Bürgermeister Fred Mahro und dem Geschäftsführer der GuWo, Martin Reiher. 

Heimatverbundenheit, die eigenen Kinder, Freunde, Familie und Natur waren Gründe, weshalb sich die sechs Rückkehrer sich wieder in Guben niederließen. Nach den Worten des Bürgermeisters empfängt Guben die neuen Bewohner mit offenen Armen, denn Fachkräfte werden dringend gesucht. Die Situation habe sich in den vergangenen Jahren verbessert. Durch Stadtsanierung und Stadtumbau ist die Wohnqualität und Attraktivität der Stadt deutlich gestiegen. Stammtischler erinnern sich noch an das alte Aussehen der Frankfurter Straße und das nicht mehr existierende Kinocafé. Durch diese Erinnerung entstand gleich ein Vergleich zur Gegenwart, und die Gesprächspartner verharrten auf dem Kritikpunkt der mangelnden Ausgehmöglichkeiten und der „leeren Schaufenster“.

Für einige Rückkehrer war der Weg in die Heimat schwierig. Weite Reisen, meist aus Bayern oder Baden-Württemberg, dann dazu noch Kind und Kegel, erschwerten oft den Umzug und das Erscheinen bei Bewerbungsgesprächen. Nicht alles ließ sich aus den weit entfernten Wohnungen mitnehmen. Auch das Finden von Arbeit gestaltete sich schwerer als gedacht. „Jobtechnisch ist es noch echt mau.“, sagte eine Stammtischlerin.

Da die letzte Runde nett und interessant gewesen war, nahm der gelernte Bäcker Kai Kirbs mit seiner Schwester Jessica auch am neuen Gespräch teil. So wie viele Leute sagte er, dass er „auf Grund der Arbeit weg und wegen der Familie her“ ist. Nun arbeitet er in der Region auf Montage.  Nicht nur bei Kai Kirbs waren Umschulung und Berufswechsel ein  Thema. Ein weiteres Problem ist, dass die neue berufliche Orientierung oft ein Loch in das private Konto der Rückkehrer reißt.

  Kerstin Geilich lädt bereits zum nächsten Stammtisch und zum Rückkehrertag am 27. Dezember in der Alten Färberei ein. Nicht nur Wiedergekommene, sondern auch alteingesessene Gubener und weitere Interessierte sind willkommen.