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Rücken von Ross und Pony beim Vereinsfest begehrt

Extra zum Vereinsfest angereist waren Elisa Weidlich (l.) und Pia Schuppe. Sie posierten gern mit ihren Lieblingspferden Malvi (l.) und Karino (r.). Greta Lehmann vom Verein nutzte die Chance, auf Karinos Rücken zu sitzen.
Extra zum Vereinsfest angereist waren Elisa Weidlich (l.) und Pia Schuppe. Sie posierten gern mit ihren Lieblingspferden Malvi (l.) und Karino (r.). Greta Lehmann vom Verein nutzte die Chance, auf Karinos Rücken zu sitzen. FOTO: zar1
Schenkendöbern. Der Reit- und Fahrverein Schenkendöbern hat am Samstag zum traditionellen Vereinsfest eingeladen. Große und kleine Mädchen und auch ein paar Jungs waren mit Eltern und Großeltern gekommen, um selbst einmal einen kleinen Ritt auf Ross und Pony zu versuchen. zar1

Carolin Krüger (13) und Charlotte Quandt (12) reiten beide im Verein. "Egon ist mein Lieblingspferd", sagt Charlotte, Carolin mag Donna am liebsten. "Reiten macht einfach Spaß. Man fühlt sich frei. Und Galopp ist cool", versicherte Carolin.

Derweil machten einige Pferde spitze Ohren. "Wir haben heute ein Gastpony. Das ist unseren Pferden nicht ganz geheuer", erzählte Vereinschefin Eva Gessner lachend. Merlin war mit Leony Kroll von Groß Drewitz nach Schenkendöbern gekommen. "Er wollte unbedingt mal zugucken", sagte Nadja Pradel vom Reit- und Fahrverein augenzwinkernd.

Geschicklichkeitsparcours, Quadrille und viele kleine Wettkämpfe standen auf dem Programm der jungen Reiterinnen. Doch am begehrtesten war das Probereiten. Manch kleines Mädchen wollte gleich mehrere Runden drehen. Und der zweijährige Paul-Darian Dommenz wollte am liebsten gleich auf das größte Pferd. "Sicherheit geht vor", betonte Eva Gessner. Deshalb wurde er auf Pony Biene gesetzt. Gemeinsam mit Mutter Jessica Thesenvitz und Pferdeführerin Romina Lampe (13) zog er seine Runde und juchzte dabei ganz fröhlich. Sein Bruder Jeremy (11) zierte sich indes ein wenig. "Reiten ist nichts für Jungs", versicherte er stolz. Dabei bestätigte Romina Lampe, dass im Verein auch Jungen reiten lernen. Sie selbst ist seit vier Jahren dabei. "Ich habe mir viele Reiterhöfe angeschaut, hier hat es mir am besten gefallen", erzählte das Mädchen. Egon reitet sie am liebsten. "Er ist hübsch und ruhig. Da braucht man nicht so viel Kraft", erklärte sie. Klar sei sie schon mal runter gefallen vom Pferderücken. "Stürze muss man aushalten, aufstehen und wieder aufsteigen. Schließlich kann das Pferd ja nichts dafür", sagte Romina lachend.

Pia Schuppe und Elisa Weidlich sind extra zum Vereinsfest aus Dresden und Potsdam, wo sie studieren, nach Schenkendöbern gekommen. Seit mehr als zwölf Jahren sind beide dem Verein treu. "Wir kommen immer wieder gern hierher, freuen uns auf unsere Lieblingspferde Karino und Malvi", erzählte Pia Schuppe (19) mit leuchtenden Augen. Die Atmosphäre im Verein sei sehr gut. Und Elisa Weidlich (20) fügte hinzu: "Tiere geben dir so viel Liebe zurück. Die Arbeit mit Tieren ist einfach fantastisch."

Insgesamt 18 Pferde leben auf dem Hof in Schenkendöbern. "Einige haben hier ihren Altersruhesitz, sie sind schon um die 30 Jahre alt, wie Pony Billy", sagte Nadja Pradel. Den Senioren unter den Rössern gehe es dort gut, sie werden umsorgt. "Und wenn sie wollen, werden sie auch geritten." Etwa 60 Mitglieder zählt der Reit- und Fahrverein derzeit. "Die Zahlen sind stabil", so Eva Gessner. Im Reit- und Fahrverein Schenkendöbern lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene neben dem Reiten den richtigen Umgang mit den Pferden, die Pflege und Fütterung der Tiere. Außerdem können dort Menschen mit Behinderungen am therapeutischen Reiten teilnehmen.