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| 16:42 Uhr

Ein kleines Jubiläum einer Gruppe, die helfen will
Rotary-Club feiert 15. Geburtstag

 Den Kunst- und Kulturpreis des Rotary Club Guben teilten sich in diesem Jahr die Kameraden der Feuerwehr Guben sowie die Eltern-Kind-Turngruppe des SV Chemie Guben.
Den Kunst- und Kulturpreis des Rotary Club Guben teilten sich in diesem Jahr die Kameraden der Feuerwehr Guben sowie die Eltern-Kind-Turngruppe des SV Chemie Guben. FOTO: Ute Richter
Guben. Mit einer Festveranstaltung im Volkshaus Guben feierte kürzlich der Gubener Rotary Club sein 15-jähriges Bestehen.

Jährlich unterstützt der Rotary Club Guben ehrenamtliche Projekte nicht nur mit Ideen, sondern auch finanziell. Viele Vereine in der Stadt partizipieren davon und konnten sich so schon den einen oder anderen Wunsch erfüllen.

„Rotary wird im allgemeinen Sprachgebrauch ja eigentlich mit ,selbstlosem Dienen’ beschrieben“, so Präsident Ralf Geßler in seiner Festrede. Persönlichkeiten aus allen Kontinenten, Kulturen und Berufen treffen sich, um weltweit Dienst an der Gemeinschaft zu leisten und um zu einer besseren Verständigung beizutragen. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor mehr als 100 Jahren in Chicago hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk engagierter Männer und Frauen entwickelt, die eine gemeinsame Vision verfolgen: Sie wollen denen zur Seite stehen, die sich nicht selbst helfen können; im lokalen Umfeld der eigenen Gemeinde und in internationalen humanitären Hilfsprojekten.

In Guben gehören der Gruppe unter anderem Unternehmer, Ärzte und Rechtsanwälte an. Vor genau 15 Jahren wurde der Gubener Club mit einer Urkunde offiziell in die weltweite Rotary-Familie aufgenommen – im Rotary-Deutsch heißt das schlicht:  15. Charterjubiläum.

„Es waren überaus abwechslungsreiche, interessante aber vor allem dienliche 15 Jahre. Und das, obwohl am Anfang noch keiner so genau wusste, wo die Reise hingeht“, erinnert sich Ralf Geßler an eine kleine überschaubare Gruppe von  zehn bis zwölf Personen, die sich ab Februar 2003 wöchentlich in einem Hotel in Groß Breesen gemeinsam zum Mittagessen traf. „Nach und nach begriffen sie, dass eine solche Vereinigung, oder nennen wir es auch ruhig Club, etwas Gutes darstellt. Etwas Gutes nicht nur für die zu unterstützenden sozialen Projekte oder gemeinnützigen Vereine, sondern auch für die Mitglieder und deren Familien selbst“, so der amtierende Rotary-Präsident.

Von den damals 20 Gründungsmitgliedern sind heute noch 14 Rotarier an Bord. Im Laufe der Zeit verließen manche zwar das Boot, teils aus beruflichen, teils aus anderen Gründen. Aber es kamen auch immer wieder neue hinzu. Heute sind es 26 aktive Mitglieder, mit der Option nach oben. Dem Rotary-Club kann man nicht beitreten, sondern man wird berufen.  Von jeder Berufsgruppe darf jeweils nur ein Mitglied im Club vertreten sein. Den jeweils schwierigsten, weil umfangreichsten Part, hat der jeweils jährlich wechselnde Präsident beziehungsweise die Präsidentin. Er oder sie sind zuständig für die Organisation der monatlichen Treffen und vieler anderer organisatorischer Aufgaben.

In besonderer Erinnerung wurden am Club-Geburtstag die vielen gemeinnützigen und sozialen Projekte gerufen. Und davon kamen einige zusammen. Spenden und anderweitige finanzielle Unterstützung bekamen zahlreiche Gubener Vereine und Institutionen, wie beispielsweise die Heilsarmee, der Kinder- und Jugendchor der Klosterkirche, der Jugendbereich des 1. FC Guben und der Gubener Musikschule. Seit dem Jahr 2007 lobt der Rotary-Club Guben jährlich einen Kunst- und Kulturpreis aus. Dieser entstand durch Anregung des Rotary-Clubs Eisenhüttenstadt, der damals einen Denkmalpreis für sein Territorium vergab.

Den Kunst- und Kulturpreis für die Region Guben 2019 erhielten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Guben für ihren Einsatz bei den Waldbränden in Lieberose 2018 sowie die Eltern-Kind-Turngruppe des SV Chemie Guben.  Noch immer läuft die Deckelaktion im Kampf gegen Kinderlähmung, die vielen Kindern eine Impfung ermöglichte. Oder die Weihnachtspäckchen-Aktion mit dem Naemi-Wilke-Stift an polnische und tschechische Menschen, die die Rotarier seit Jahren unterstützen.

Auch weiterhin wollen  sich die Gubener Rotarier für das Gemeinwohl nicht nur in der Neißestadt engagieren. Die jährlich immer wieder und weiter laufenden Projekte wie 4-L (Lesen lernen – Leben lernen) Bücher für Grundschulkinder, die Förderung einer Viadrina-Studentin aus Polen, der Glühweinstand auf dem Gubener Weihnachtsmarkt für „End-Polio-Now“, die Deckelaktion und die Weihnachtspäckchen-Beteiligung beim Naemi-Wilke-Stift Guben werden auch  künftig fortgeführt. Aber auch neue Einzelaktionen werden sicherlich gestartet.