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Rotary Club wendet sich mit offenem Brief an Gubener Bürger

Gubens Abgeordnete und Hübner-Unterstützer treffen bei der Stadtverordnetenversammlung aufeinander.
Gubens Abgeordnete und Hübner-Unterstützer treffen bei der Stadtverordnetenversammlung aufeinander. FOTO: S. Halpick
Guben. In einem offenen Brief wenden sich die Mitglieder des Gubener Rotary Clubs gegen die Beleidigung und Diffamierung von Stadtverordneten in jüngster Zeit. Aus Sicht der Rotarier sei damit der „Boden einer fairen, sachorientierten und rechtskonformen Auseinandersetzung“ verlassen worden. sha

Das gelte für viele Meinungsäußerungen im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr gleichermaßen wie den anonymen Brief, der in Guben kursiert und offen zur Gewalt gegenüber Verantwortungsträgern aufruft. "Von dieser Art Primitivdialog distanzieren wir uns entscheiden", heißt es in dem offenen Brief der Rotarier. Alle Gubener werden aufgefordert, das Anliegen zu unterstützen, um "Schaden von der Stadt abzuwenden und ein faires Miteinander zu fördern". Als Auslöser für die Unruhen in der Grenzstadt gilt die Bürgermeisterwahl im Sommer 2016. Der wegen Untreue und Bestechlichkeit verurteilte Ex-Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) trat wieder an, gewann die Wahl, wurde aber kurz darauf wieder vom Dienst suspendiert.