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Rosaroter Ferienbeginn auf dem Gubener Dreieck

In riesigen Plastebällen ging es für einige Mutige durch einen Parcours.
In riesigen Plastebällen ging es für einige Mutige durch einen Parcours. FOTO: Daniel Schauff
Guben. Ach Retzi – die Jonglage-Stäbe hätten aber eine andere Farbe haben müssen. Rosarot ist die Erkennungsfarbe der Gubener Wohnungsgesellschaft (Guwo), die am Mittwochnachmittag ordentlich aufgefahren hatte, um den Gubener Kindern einen großartigen Ferienstart zu bieten.

Im nächsten Jahr sind dann die Jonglagestäbe auch rosarot, kündigt Moderator und Fabrik-Chef Karsten Geilich an und überstimmt damit offenbar Clown Retzi mitsamt Plüschdrachen, der mit seiner roten Drachen-Plüschhaut zumindest fast an die Guwo-Erkennungsfarbe heranreicht.

Die Farben der Dutzenden Utensilien, die unterschiedlichste Veranstalter und Vereine zum Ferienstart aufs Gubener Dreieck platziert hatten, waren den Ferien-feiernden Kindern allerdings ganz offensichtlich egal.

Die blaugelbe Hüpfburg war der Renner - oder besser: der Springer, der gleich ein ganzes Dutzend Nachwuchs-Gubener zum Herumtollen in der Mittagshitze verführte. Aber bloß nicht auf die Hüpfburg-Ränder klettern, mahnt Geilich. "Dann sind das kurze Ferien für euch."

Für schwindelfrei-mutige Jungspunde gab es einen Parcours, den man in riesigen Plastebällen durchlaufen musste. Ein paar Jungs trauten sich schon ganz zu Beginn des Kinderfestes durch die kleine, enge Öffnung in die Bälle und drehten sie von innen um die Wette - natürlich unter Anleitung der Profis vom Kinderland Böhm aus dem sächsischen Elsterheide (Kreis Bautzen).

Und während die mutigen Jungs durch die Gegend kugelten, prüften eine Reihe von Mädchen ihre Kraft am "Hau den Lukas" oder versuchten ihr Glück am Guwo-Glücksrad - gefärbt in rosarot.

Einen ganzen Nachmittag lang konnten die Ferienstarter toben, dem Programm von Clown Retzi lauschen, der zu Beginn des Festes lieber auf die 10 000 Zuschauer warten wollte, als gleich zu starten. Denn für weniger als 10 000 Zuhörer gehe er nicht auf die Bühne, wie er scherzhaft sagt. Die Zumba-Kids mit Jana Döbler präsentierten ihr sportliches Programm am späteren Nachmittag, als die Sonne nicht mehr ganz so senkrecht über Guben stand.

Grillwurst und Brause gab's für jedes Kind umsonst - zumindest eine Portion. Eine ganze Reihe hungriger Tober aber griffen lieber zu den Pommes mit Ketchup und suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen.

Der Guwo-Ferienstart im Gubener Zentrum ist mittlerweile eine kleine Tradition und lockt Jahr für Jahr ganze Familien am ersten Sommerferientag ins Herz der Neißestadt für einen bunten, vor allem aber rosaroten Start in die Sommerferien.