Patricia Larrass brachte mit flotten Titeln und jugendlicher Leichtigkeit Schwung in die Alte Färberei. Sie hatte auch Hits der 60er- und 70er-Jahre im Gepäck.

Die meisten Besucher aber warteten auf Graziano. "Ich bin meiner Frau zuliebe hergekommen. Aber ich mag die Lieder von Graziano auch sehr", sagte Wolfgang Rose. Klar, dass er fast jeden Song des Italieners mitgesungen hat. "Seine Text erzählen aus dem Leben, sprechen mir aus der Seele", verriet eine Gubenerin. Lächelnd klatschte sie im Takt mit, schunkelte verträumt und wippte mit den Füßen.

Graziano liebt Balladen. "Amore mio", "Romantica" und "Jeder Stern ein Brief" präsentierte er ebenso wie die italienischen Evergreens "O sole mio", "Santa Lucia" und "Volare". Und zwischendurch wagte sogar das eine und andere Pärchen ein Tänzchen. "Rot sind die Rosen" durfte natürlich nicht fehlen - schließlich war am Sonntag zum Frauentagskonzert eingeladen worden. Und schon schunkelten wieder alle auf ihren Plätzen. "Die Stimmung hier in Guben ist wunderschön. Eure Liebe zu meiner Musik kann ich förmlich spüren", rief Graziano in die Menge. Das Publikum wollte sein feuriges "Ciao" zum Abschied nicht akzeptieren. Sie forderten klatschend eine Zugabe. Und die folgte in Form einer Hymne an alle Frauen und Mütter: "Mama Leone". Zeit zum Träumen blieb dem Publikum allerdings nicht, denn zum endgültigen Abschluss folgte ein Duett der beiden Sänger. Der alte italienische Schlager "Mamma Maria" brachte einmal mehr Schwung in den Saal.

Einige Fans nutzten in der Pause die Chance, um Fotos von sich und ihrem Star zu machen. Marita Richter schwärmte: "Seine Musik ist so wunderschön. Graziano ist ein sehr sympathischer und herzlicher Mensch." Der Sänger jedenfalls versprach, bald wieder in die Neißestadt zu kommen.