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| 10:49 Uhr

Spree-Neiße
Warnstreik wird auf Rettungsdienst erweitert

Spree-Neiße. Erstmals wird auch einer von zehn Rettungswagen bestreikt.

Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Rettungsdienstleister Falck wird am Donnerstag erstmals auch einer von zehn Rettungstransportwagen im Landkreis betroffen sein. Das kündigte Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke an.  Für neun Rettungswagen und alle drei Notarztwagen werde ein Notdienst zugesichert. In Guben steht einer von zwei Rettungswagen zur Verfügung, falls Falck nicht anderweitigen Ersatz beschafft. Falck, Landkreis und Rettungsleitstelle seien bereits am vergangenen Donnerstag darüber informiert worden, so Verdi. Die Gewerkschaft fordert eine Anpassung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Falck weist dies als nicht bezahlbar zurück. Der Landkreis schließt eine Erstattung der Differenz aus, weil damit die Grundlagen der europaweiten Ausschreibung des Rettungsdienstes nachträglich verändert würden, warnte Landrat Harald Alteküger (CDU) im  Kreistag vergangenen Mittwoch vor rechtlichen Konsequenzen. Der 2012 abgeschlossene Vertrag setze Tarifsteigerungen eine klare Grenze. Im Kreistag waren Befürchtungen laut geworden, dass man insbesondere nach erfolgter Weiterqualifizierung des Personals gut ausgebildete Notfallsanitäter an Nachbarkreise oder andere Arbeitgeber verlieren könnte. Ein Notfallsanitäter erhält laut Verdi bei Falck bis zu 25 Prozent weniger Entgelt als nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

(js)