(red/js) Das Land hat das Restvorkommen des natürlichen Blaubeerkraut-Kiefern-Traubeneichenwaldsden in Schönhöhe bei Tauer zum 21. Naturwald in Brandenburg erklärt. Als Naturwälder werden in Brandenburg kleine Wildnisgebiete ausgewiesen, welche die natürliche Entwicklung verschiedener Waldgesellschaften repräsentieren. In diesen Wäldern wird auf alle forstlichen Pflege- und Nutzungsmaßnahmen verzichtet, damit sich der Wald ungestört entwickeln kann, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. Die Naturwälder dienen der Naturwaldforschung, der forstlichen Lehre und dem Naturschutz gleichermaßen. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde. Die Wissenschaftler sammeln in regelmäßigen Abständen Daten über die Entwicklung der Naturwälder und stellen diese einer vergleichbaren bewirtschafteten Waldfläche gegenüber. Im Ergebnis werden Empfehlungen für eine naturnahe Waldbewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Der „Naturwald an den Hirschbergen“ wurde ausgewiesen, um das Restvorkommen des natürlichen Blaubeerkraut-Kiefern-Traubeneichenwalds zu sichern und dessen Entwicklung langfristig wissenschaftlich zu begleiten.