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| 09:44 Uhr

Guben
Ein Lauf ohne Grenzen

Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro – Startnummer 595 – ließ es sich nicht nehmen, beim Lauf ohne Grenzen zu starten.
Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro – Startnummer 595 – ließ es sich nicht nehmen, beim Lauf ohne Grenzen zu starten. FOTO: Ute Richter
Gubin/Guben. Mit einer Rekordbeteiligung von ist am Sonntag der „Lauf ohne Grenzen in Guben und Gubin über die Bühne gegangen. Es ging vordergründig nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern vor allem um den Spaß an der Bewegung. Von Ute Richter

Zum fünften Mal hat am Sonntag mit Start vor der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche in Gubin der deutsch-polnische „Lauf  ohne Grenzen“ stattgefunden. Weit über 600 Läuferinnen und Läufer diesseits und jenseits der Neiße machten sich auf die zweimal fünf Kilometer lange Strecke durch Guben und Gubin.

Sport verbindet Länder, Kulturen und vor allem die Menschen miteinander. Deshalb ist es den Organisatoren der Laufgemeinschaft BiegamBoLubie (BBL) aus Gubin auch ein Anliegen, neben den sportlichen Herausforderungen die symbolische Bedeutung des Laufes für beide Nachbarländer herauszustellen. Auf vielen Gebieten des täglichen Lebens arbeiten deutsche und polnische Menschen bereits zusammen: im sportlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereich. Seit Jahren gibt es eine gute Kooperation der Stadtverwaltungen Guben und Gubins. Oft treffen deshalb der amtierende Gubener Bürgermeister Fred Mahro und sein polnischer Amtskollege Bartolomiej Bartczak auf der Arbeitsebene, aber auch bei kulturell-sportlichen Veranstaltungen aufeinander. Am Sonntag eröffneten sie traditionell gemeinsam dieses große Laufspektakel. Doch anders als sein polnischer Kollege reihte sich das Gubener Stadtoberhaupt wieder mit in die Reihen der Läufer ein. Diese Reihen waren in diesem Jahr so lang wie noch nie. Lange vorm Veranstaltungstag mussten deshalb auch die Anmeldelisten geschlossen werden. Waren es im vergangenen Jahr über 400 Laufbegeisterte, meldeten sich nun weit über 600 bereits lange vor dem Start an. Etwa 150 davon waren deutsche Männer und Frauen, sieben Mitglieder kamen allein von der Laufgruppe Chemie Guben. Für die Läuferinnen und Läufer sei es selbstverständlich, mit dabei zu sein, passte doch an diesem Wochenende das Wetter optimal. „Langsam geht das Laufjahr zu Ende“, so Annegret Sernau von der Chemie-Laufgruppe. Die Teilnahme beim Lauf am Wirchensee am dritten Advent, organisiert von der Laufgruppe Eisenhüttenstadt, sowie der Gubener Silvesterlauf stehen noch aus.

Mit im Starterfeld am Sonntag waren auch Kerstin, Pascal und Bertram Kunze. Die sportliche Gubener Familie hatte gleich noch ihren Besuch aus Celle mitgebracht, um einmal über Grenzen hinweg laufen zu können. „Wir laufen sonst gemeinsam in Celle beim Wasa-Knäckebrot-Lauf“, erzählt Kerstin Kunze. Aber das sei eine eher kleine Laufveranstaltung. Deshalb hatten sie und ihr Besuch gestern auch richtig Respekt vor der Vielzahl der Läufer, die an den Start gingen. „Doch der Spaß an der Bewegung soll ja im Vordergrund stehen“, so die sportliche Ehefrau augenzwinkernd.

 Und so starteten sie gemeinsam mit über 600 Läuferinnen und Läufern auf dem zweimal fünf Kilometer langen Rundkurs durch die Straßen und Wege Gubins über die Brücke an der Neißeinsel und durch Gubens Straßen zurück über die Neißebrücke.

Im Vorfeld des Hauptlaufes waren zunächst die Kinder und Jugendlichen zu einem „Lauf mit dem Meister“ über einen Distanz von 500 Metern in unterschiedlichen Altersklassen. Anschließend gab es ein Aufwärmtraining an der Hauptbühne für alle, bevor die Läufer auf die Hauptstrecke über zehn Kilometer gingen.

Nicht nur der Start, sondern auch das Ziel befand sich auf dem Platz vor ehemaligen Stadt- und Hauptkirche Gubin. Im Wettkampfbüro im Erdgeschoss des Gubiner Kulturhauses hatten sich fleißige Helferinnen der BBL-Laufgemeinschaft sowie Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Gubin um die ordnungsgemäße Anmeldung der Teilnehmer gekümmert. Auch mehr als 600 Begrüßungspäckchen und Startnummern sowie die fachgerechte Auswertung des Laufes wurde hier gesteuert. Bei der Siegerehrung gab es Sachpreise, Pokale und Urkunden für die Sieger.