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| 15:11 Uhr

Ausbildungsbörse
Reinschnuppern in die Berufswelt

Groß war das Interesse an den zahlreichen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der 14. Börse der Stadt Guben in der Alten Färberei.
Groß war das Interesse an den zahlreichen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der 14. Börse der Stadt Guben in der Alten Färberei. FOTO: Ute Richter
Guben. Guter Zuspruch an 38 Ständen bei Gubener Ausbildungs- und Studienbörse in Alter Färberei.

Bereits zum 16. Mal hatte am Samstag die Stadt Guben zur Ausbildungs- und Studienbörse eingeladen. An 38 Ständen konnten sich künftige Azubis und Studenten in der Alten Färberei sowie den angrenzenden Ausstellungsräumen über zahlreiche Angebote rund um die berufliche Zukunft informieren. Erstmals gab es in diesem Jahr die Möglichkeit, sich gleich vor Ort verschönern zu lassen, um anschließend professionelle Bewerbungsfotos machen zu lassen. Dafür konnte der Gubener Friseursalon „Ihr Friseur“ gewonnen werden. Salonleiterin Kerstin Fischer und ihre Mitarbeiterin gaben praktische Tipps, wie jeder mit wenigen Handgriffen schnell eine schicke Frisur hinbekommt. Natürlich konnten die Fachfrauen auch gleich über ihren Beruf ausgefragt werden. Viel gefragt und entsprechend geantwortet wurde auch am Stand der Bundespolizei.

Einen nicht ganz alltäglichen Beruf präsentierten Alexander Schmidt und Max Wilhelm Jakob. Sie sind Lehrling und Geselle im Schornsteinfegerhandwerk. Sie beschreiben ihren Beruf als sehr abwechslungsreich und mit einer tagtäglichen Herausforderung. „Man kommt viel mit Leuten in Kontakt und ist viel an der frischen Luft“, so die jungen Männer.

Das erste Mal bei der Börse dabei ist der Lübbinchener Landwirtschaftsbetrieb Milch und Mast GbR. Marlene und Karin Freitag informierten dort über Ausbildungsmöglichkeiten zum Land- und Tierwirt. „Das Bild der landwirtschaftlichen Berufe muss sich ändern, denn es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf mit heutzutage vielen technischen Möglichkeiten“, sagt Karin Freitag. Deshalb rät sie jungen Leuten, einfach mal reinzuschnuppern, denn oftmals habe man völlig falsche Vorstellungen. Das bestätigt auch Regina Reichert von der Agrargenossenschaft Heinersbrück. Sie sagt: „Heutzutage sind landwirtschaftliche Betriebe oft hoch modernisiert, das hat meist nicht mehr viel mit dem Bauernhof von einst zu tun.“ Deshalb kann ein Beruf in der Landwirtschaft heute richtig spannend sein.

In jedem Jahr mit dabei ist die Agentur für Arbeit. Ute Weichert, Geschäftsstellenleiterin für Guben, Forst und Spremberg, erzählt, dass oft traditionelle Berufe wie etwa Verkäuferin bei den Jugendlichen hoch im Kurs stehen. Doch es gebe weitaus mehr. „Heutzutage ist für die jungen Leute fast alles möglich. Überall werden Fachkräfte dringend gesucht, ganz besonders in den Pflegeberufen“, sagt die Fachfrau. Deshalb rät sie zur frühzeitigen Berufsorientierung und dem Ausprobieren bei Praktika. „Dort erfährt man am besten, was einem liegt und was nicht“, so Ute Weichert.

Apropos Pflegekräfte: Natürlich waren auch Firmen vor Ort, die selbige benötigen. So wie Christiane Fritzschka, Leiterin der „Herberge zur Heimat“ in Guben. Ihr ging es vor allem darum, zu informieren und die Vielfältigkeit der Pflegeberufe aufzuzeigen. Genau das taten auch die Gubener Sozialwerke und diverse Ausbildungseinrichtungen.

Das erste Mal im Angebot war am Samstag ein Check der Bewerbungsmappen. Den nutzten leider nicht viele. Martina Kleint von der Agentur für Arbeit fand das schade, wäre das doch eine gute Gelegenheit gewesen, mal von Profis auf die Bewerbungsunterlagen schauen zu lassen. „Es gibt den ersten Eindruck nicht zweimal“, sagt sie aus Erfahrung.

Wer sich neben der Messe im Internet informieren möchte, hat seit ein paar Jahren dazu die Gelegenheit im Ausbildungsatlas der Stadt Guben. Eine komplette Übersicht von Ausbildungsplätzen der Region ist dort zu finden. Victoria Scheuer erzählt, dass sich den Gubener Ausbildungsatlas auch junge Leute aus Amerika, Polen und Italien anschauen. Rund 6000 Zugriffe gab es von 2016 bis 2017.

Doch auch die Resonanz vor Ort war am Samstag sehr gut. Den ganzen Vormittag über kamen junge Leute mit ihren Eltern oder ganz selbstständig. So wie Floris und Laura aus der 9. Klasse des Pestalozzi-Gymnasiums. Die Mädchen wollten sich lediglich informieren, haben sie doch noch ein wenig Zeit, bis Studium oder Lehre beginnen. Während Floris in Richtung Jura oder Naturwissenschaften tendiert, liebäugelt Laura mit dem Journalismus. Die beiden Mädchen finden eine solche Ausbildungs- und Studienmesse sehr gut, denn oft wisse man gar nicht, was es alles gibt.