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| 01:04 Uhr

Randale am Kletterfelsen

Guben.. Roland Liem von den Städtischen Werken Guben ist mit seinen Leuten für die Straßenbeleuchtung der Neißestadt zuständig und gegenwärtig ziemlich sauer. Grund für Letztgenanntes sind Randalierer, die sich in dieser Woche am Kletterfelsen zu schaffen machten. (fw)

Matthias Krüger und Peter Kruppa, zwei Fachleute aus dem Team von Roland Liem, waren Anfang der Woche mit der Erneuerung eines Bodenstrahlers am Kletterfelsen beschäftigt. Drei von den etwa 1000 Euro teuren Speziallampen erhellen nachts das Wahrzeichen der Obersprucke. Unbekannte hatten mit roher Gewalt einen Strahler außer Gefecht gesetzt.
„Da müssen schon starke Kräfte einwirken“ , sagt Matthias Krüger. Immerhin sind die mit etwa 20 Zentimetern Durchmesser befahrbaren Scheiben mit sechs Tonnen belastbar. Zu vermuten ist, dass Teile der den Kletterfelsen umgebenden Schieferblöcke abgelöst und für den Kraftakt verwendet wurden. Ein paar handliche Stücken davon fanden sich im Bereich der Strahler.
Von den Zerstörern fehlte jede Spur. Kurzerhand beschaffte Liem eine neue Lampe, was nicht ganz einfach war, weil das gute Stück aus Italien kommt. Am Montag setzten Matthias Krüger und Peter Kruppa den Strahler ein, verkabelten alles fachgerecht und wollten am Dienstag nur noch die Lichtquelle einsetzen.
Das können sie sich jetzt sparen. Keine zwölf Stunden nach der Reparatur war die Lampe erneut zerstört. 1000 Euro waren so in den Sand gesetzt.
Und es kam noch viel schlimmer. Bei einem Rundgang um den Felsen glaubten die Mitarbeiter der Städtischen Werke ihren Augen nicht zu trauen: Diesmal waren gleich alle drei Bodenstrahler betroffen. Die Abdeckscheiben waren eingeschlagen, Kabel herausgerissen worden, und zu den Scherben zerschlagener Bierflaschen gesellen sich jetzt noch die Scherben der Lampen - für Kletterer eine enorme Gefahr.
Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, gab es vor wenigen Wochen bereits einen ersten „Anschlag“ auf die Bodenstrahler.