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| 16:51 Uhr

Geschichte
Besitzurkunde von 1706 samt Siegelkapsel erhalten

Kerstin Klemt, Residenzleiterin der Pro Seniore Residenz Deulowitz, ist stolz auf die Geschichte des Hauses.
Kerstin Klemt, Residenzleiterin der Pro Seniore Residenz Deulowitz, ist stolz auf die Geschichte des Hauses. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Pro Seniore Residenz Deulowitz hat die Geschichte des Gutshauses in einer kleinen Ausstellung zusammengetragen.

Seit Neustem gibt es in der Pro Seniore Residenz Deulowitz eine kleine Ausstellung mit alte Dokumenten und Fotos zur Geschichte des Gutshauses. „Die Freiherrin Beate von Roy hat uns eine uralte Besitz­urkunde übergeben“, erklärt Kerstin Klemt, Residenzleiterin von Pro Seniore Residenz Deulowitz. „Das Dokument besteht aus dickem Pergament, die Schrift ist kunstvoll verschnörkelt und unten hängt sogar noch eine Siegelkaspel dran.“

Beate von Roy hat die Leiterin über die Besitzverhältnisse des Gutshauses aufgeklärt.  Im Jahr 1862 hätte ihr Ur-Ur-Großvater August von Schlichting das Rittergut Deulowitz gekauft. Im Jahr 1906 verkaufte sein Sohn Maximilian von Schlichting das Gut wieder, da er das alte Familiengut Rietschütz bei Schwiebus erbte. Seit dem Kauf durch den Ur-Ur-Großvater im Jahr 1862 befand sich die Urkunde, die auf den 12. Oktober 1706 datiert ist, im Besitz der Familie von Beate von Roy. Mit dieser Urkunde genehmigte der Kurfürst Friedrich August der I. von Sachsen, ab 1697 besser bekannt als August der Starke, den beiden Männern Gottfried Friedrich von Walther und Croneck und Johann Friedrich von Grunewalt den Tausch ihrer Güter Deulowitz und Lübinchen.

„Wir haben versucht, den Text noch genauer zu entziffern und nehmen an, dass es sich dabei um die Begleichung einer Spielschuld handelt“, verrät Kerstin Klemt. „Das soll nun aber genauer überprüft werden.“ Aus diesem Grund wird das Landesarchiv in Potsdam die Besitzurkunde untersuchen. „Die Experten werden den Text dann auch einordnen und interpretieren“, sagt die  Residenzleiterin. „Aus diesem Grund haben wir aktuell auch nur eine Kopie der Urkunde in unserer kleinen Ausstellung.“ Die Übergabe der alten Besitzurkunde wurde zum Aufhänger genommen, sich einmal genauer mit der Geschichte des Hauses zu befassen. „Beim Stöbern auf dem Dachboden haben wir alte Fotos gefunden, die die kleine Ausstellung nun ergänzen“, erzählt Kerstin Klemt. Sogar die Gutsglocke aus dem Jahr 1849 ist dabei wieder aufgetaucht.

In dem früheren Gutshaus befinden sich heute acht Apartments mit betreutem Wohnen.

(mcz)