Seit 2011 gibt das Naëmi-Wilke-Stift zusammen mit der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche den Friedrich-Wilke-Preis heraus. Er ist mit 2000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. In diesem Jahr geht der Preis an die Immanuel-Gemeinde Kiel (SELK) für das Projekt „Erzähl-Café“.

An jedem dritten Sonntag im Monat verwandelt ein Team der Immanuel-Gemeinde den Gemeindesaal in Kiel-Elmschenhagen mit viel Liebe in ein gemütliches Café. Es gibt selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und ein spezielles Thema, dem sich die Besucher widmen, zum Beispiel „Hygge – von unseren dänischen Nachbarn Lebenskunst lernen“. Da für viele Menschen der Sonntag der einsamste Tag der Woche sei, leiste das „Erzähl-Café“ gute Dienste. Es biete die Möglichkeit, nette Menschen kennenzulernen, es wird gesungen und gespielt. Andere Gemeinden haben die Idee aufgegriffen.

Der Friedrich-Wilke-Preis ist innovativen sozialen Projekten gewidmet. Er soll Ideen fördern, die nachhaltig zur Verbesserung sozialer Rahmenbedingungen beitragen und die Lebenslage von Menschen verändern helfen „ohne Ansehen der Rasse, Konfession und Weltanschauung“. Der Preis wird unabhängig von einer Zugehörigkeit des Antragstellers zur verfassten Kirche oder zum Diakonischen Werk vergeben. Er wird für selbständige Projekte vergeben, die unabhängig von der Förderung wirksam und nachhaltig sind.