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| 01:08 Uhr

Preisträger im Fremdsprachenwettbewerb

Ines Pichottki aus der Gubener Europaschule schreibt über einen besonderen Erfolg ihrer Französischschüler: Ein Austausch mit Folgen, genauer gesagt war es ein Schüleraustausch, der viel Aufregung verursachte und zu ungeahnten Folgen führte. Doch von Anfang an. Foto: privat


Es war an einem Tag im Dezember, als Michel, ein französischer Austauschschüler, für eine Woche Unterkunft bei der Familie von Stephanie und Doreen fand. Gemeinsam erkundeten die drei Guben. Bei einem Stadtrundgang berichteten die beiden Mädchen über ihre Schule und die polnischen Schüler, die mit ihnen gemeinsam lernen, über den alten Bahnhof, den Jugendklub „Fabrik“ und nicht zuletzt über die Geschichte der ehemals blühenden Stadt Guben, die Teilung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg und den Niedergang der Industrie nach der Wende.
Im Gegenzug erfuhren die beiden etwas über die Gewohnheiten der Franzosen. Beim Bowling und in der Schwimmhalle trafen sie sich mit Freunden aus ihrer Klasse und hatten viel Spaß. Und als Stephanie in der Schwimmhalle ihre Kette verlor, war es Eric, der französische Cousin ihrer Mitschülerin Alexa, der sie ihr wiederbrachte. Die eine Woche in Guben verging wie im Flug, und es folgte ein tränenreicher Abschied auf dem Bahnhof mit dem Versprechen, sich bald in Paris wiederzusehen.
Zu diesem Wiedersehen wird es aber nie kommen, denn alles war nur ausgedacht und wurde von zwölf Mädchen und Jungen der Klassen 10.3/4 der Europaschule „Marie & Pierre Curie“ für ein Video gespielt und aufgezeichnet. Dieses Video in französischer Sprache wurde gemeinsam mit einer Foto-Text-Mappe zum Bundeswettbewerb Fremdsprachen eingereicht. Zur großen Freude der acht Mädchen und vier Jungen wurde dieser Beitrag mit einem 3. Landespreis und dem Preis des Landkreises Spree-Neiße ausgezeichnet.
Alle waren sehr stolz, aber auch ein bisschen traurig, denn ihre Wege werden sich in wenigen Tagen trennen. Während Denise, Stephanie B., Yvonne, Sebastian, Stephanie O. Christopher, André, Mandy und Tino nach den Sommerferien weiter die Europaschule besuchen, wird Stefanie L. das Fachabitur am Oberstufenzentrum ablegen, und Stephanie C. und Doreen beginnen eine Berufsausbildung im Westen Deutschlands beziehungsweise in Berlin.
Aber mit der Siegerprämie gab es noch eine tolle Abschiedsparty und wieder ein Versprechen - sich nicht aus den Augen zu verlieren, den Kontakt aufrecht zu erhalten.